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DFG-Förderung für FAU-Forschungsgruppe

Mann massiert sich Hand
Bild: Colourbox.de

FAU-Wissenschaftler untersuchen die Grundlagen der rheumatoiden Arthritis

Rheumatoide Arthritis (RA) zählt zu den häufigsten chronisch-entzündlichen Autoimmunerkrankungen und betrifft circa ein Prozent der Menschen weltweit. Wie bei anderen Autoimmunerkrankungen richtet sich hierbei das Immunsystem der Betroffenen fälschlicherweise gegen den eigenen Körper und greift Knochen und Gelenke an. Trotz großer Fortschritte in der Therapie ist bis heute keine vollständige Heilung möglich. Eine Forschergruppe am Universitätsklinikum Erlangen der FAU möchte nun die Frühphase der RA genauer untersuchen und verstehen lernen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert dieses Vorhaben der Erlanger Forscher zukünftig im Rahmen einer DFG Forschungsgruppe.

Ursachen erforschen

Warum bei RA Patienten eine gegen den Bewegungsapparat gerichtete Autoimmunreaktion entsteht und bei Betroffenen zu schmerzhaften Gelenkentzündungen führt, möchte die Forschungsgruppe „Pathways triggering autoimmunity and defining onset of early rheumatoid arthritis“ (FOR2886 PANDORA) eingehender untersuchen. Die FAU-Forscher um deren Sprecher Prof. Dr. Gerhard Krönke, Professor für Translationale Immunologie, und Dr. Mario Zaiss am Lehrstuhl für Innere Medizin III, möchten hierbei die Ursachen der Krankheit besser verstehen um neue therapeutische Angriffspunkte für Patienten zu identifizieren. Eine zentrale Frage hierbei ist auch der modulierende Einfluss der natürlichen Bakterienflora sowie verschiedener äußerer Faktoren wie beispielsweise Ernährung, Alkohol und Salzkonsum auf unser Immunsystem beziehungsweise die Entstehung dieser Autoimmunerkrankung.

Heilungsmöglichkeiten suchen

Die Krankheit und ihre Zusammenhänge auf kleinster, also molekularer und zellulärer Ebene zu verstehen, soll nicht nur neue effektivere und individuellere Therapiestrategien ermöglichen, sondern erstmals die Möglichkeit zur Heilung in greifbare Nähe rücken lassen. „Im Rahmen von PANDORA haben wir eine Studie geplant“, erklärt Prof. Krönke, „bei der wir durch die kombinierte Verabreichung mehrerer therapeutischer Eiweiße, sogenannter Biologika, das gegen den eigenen Körper gerichtete Immunsystem der Betroffenen neu programmieren wollen um zukünftig Chancen auf einen nachhaltigeren Therapieerfolg zu ermöglichen“.

Die geplante Förderdauer von PANDORA durch die DFG beträgt zwei mal drei Jahre. Mit vorerst 4 Millionen Euro für 3 Jahre werden hierbei insgesamt 10 Teilprojekte an der FAU und am Universitätsklinikum Erlangen gefördert.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Gerhard Krönke
Tel.: 09131/85-43012
gerhard.kroenke@uk-erlangen.de

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