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Mit Luftballons und Backpulver zur selbstgebauten Rakete

Portraitbild mit Dr. Alexander Scherer an seinem Arbeitsplatz. Im Hintergrund hängen Bilder von Oktopussen.
Dr. Alexander Scherer verrät schon einmal, was er für die Lange Nacht der Wissenschaften geplant hat. (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Einblicke in die Wunderwelt der Chemie auf der Langen Nacht der Wissenschaften

Nachdem die letzten Ideen eingereicht wurden und das Programm für die Lange Nacht der Wissenschaft steht, öffnet die FAU auch dieses Jahr wieder am 19. Oktober ihre Türen und bringt Besucherinnen und Besucher zum Staunen, Forschen und Experimentieren. Um die Kolleginnen und Kollegen nicht zu lange auf die Folter zu spannen, erzählt heute Dr. Alexander Scherer vom Lehrstuhl für Organische Chemie I, was er für die Lange Nacht der Wissenschaften geplant hat.

Herr Scherer, was planen Sie für die Lange Nacht der Wissenschaften?

Es wird ein Versuchslabor geben, indem die Besucherinnen und Besucher selbstständig experimentieren können und hier am Lehrstuhl für Organische Chemie I verschiedene Versuche auf einem einfachen Niveau durchführen können.

Was sind das für Versuche?

Das sind Experimente mit alltagsgebräuchlichen Gegenständen und Lebensmitteln, die man im Drogeriemarkt und im Lebensmittelgeschäft kaufen kann oder auch schon zu Hause vorrätig hat – vom Spülmittel, über Münzen, Plastikflaschen und Zahnstocher bis hin zur Knete, Frischhaltefolie oder Rosinen ist alles dabei. Insgesamt haben wir 13 verschiedene Versuche vorbereitet, die alle unter Ausschluss von Feuer sowie anderen gefährlichen Chemikalien stattfinden und extra für ein großes Publikum konzipiert sind und sich auch für Grundschüler eignen. Man kann zum Beispiel ganz leicht aus einem Luftballon und Backpulver eine Rakete bauen. Die fliegt zwar nicht bis zum Mond, aber dafür schießt sie durch das ganze Zimmer.

Warum haben Sie sich für einfache Versuche ohne chemische Substanzen entschieden?

Ich finde es wichtig, Wissenschaft auch für die Allgemeinheit zugänglich und erlebbar zu machen. Die Leute sollen erfahren, dass es nicht immer teure Reagenzgläser, gefährliche Chemikalien und hohe Sicherheitsauflagen braucht, um zu experimentieren. Auch aus gebräuchlichen Dingen des Alltags lassen sich faszinierende Experimente organisieren, die chemische Zusammenhänge begreifbar machen.

Woher haben Sie Ihre Ideen?

Wir veranstalten jedes Jahr einen Chemie-Schülertag. Die Versuche, die wir auf der Langen Nacht der Wissenschaften anbieten, sind aus diesem Repertoire. Sie sind schon fest etabliert und machen den Schülerinnen und Schülern immer viel Spaß.

Wie aufwendig sind die Experimente?

Die Versuche an sich sind nicht aufwendig. Sie sind nicht gefährlich und die Zutaten sind leicht zu beschaffen. Spaß und Freude sollen hier im Fokus stehen. Stattdessen wird die Koordination des Versuchslabors auf der Langen Nacht der Wissenschaft herausfordernd sein und wahrscheinlich zwei bis drei Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden für ungefähr 30 bis 60 Besucherinnen und Besucher eine Versuchsstation machen, damit mehrere Leute gleichzeitig experimentieren können. Für die Lange Nacht der Wissenschaften habe ich ein paar Kolleginnen und Kollegen, die mich dann in der Koordination unterstützen. Es muss ja trotzdem immer jemand dabei sein, der die Versuche steuert, die Besucherinnen und Besuchern animiert mitzumachen und ihre Fragen beantwortet.

Wann ist die Lange Nacht der Wissenschaften für Sie persönlich ein Erfolg?

Wenn die Leute Spaß haben und mit einem positiven Feedback nach Hause gehen. Das ist bei den Schülertagen auch immer so: Lachen die Kinder war es ein Erfolg!


Neugierig geworden? Dann schauen Sie auf der Langen Nacht der Wissenschaften doch einfach im Versuchslabor vorbei!

Wann: am 19. Oktober von 18.00 bis 01.00 Uhr
Wo: Lehrstuhl für Organische Chemie I, Nikolaus-Fiebiger-Straße 10 in Erlangen, Raum 00.110/00.111


Was die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fakultäten geplant haben, erfahren Sie in den nächsten Wochen.

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