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Gesund am Arbeitsplatz

Team des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der FAU
Nora Rosenhäger (links) über das Projekt zum Gesundheitsmanagement an der FAU. Rechts im Bild: Ihre Kollegin Stefanie Cyron. (Bild: Wolfgang Geidl)

Gesundheitsmanagerin im Interview

BGM – diese drei Buchstaben stehen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Dahinter verbirgt sich alles, was mit der Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu tun hat. Denn nur gesunde Beschäftigte sind zufrieden und leistungsfähig. Ein Interview mit Nora Rosenhäger vom Projekt zum Gesundheitsmanagement an der FAU.

Gesundheitsmanagement: Was genau ist Ihr Job?

Gemeinsam mit meiner Kollegin Stefanie Cyron arbeite ich an diversen Beiträgen zur Gesunderhaltung von Beschäftigten an der FAU. Auf zwei Arten gehen wir an das Thema heran: zum einen praktisch, zum anderen strukturell.

Auf praktischer Ebene entwickeln wir gesundheitsfördernde Mitmach-Angebote,wie beispielsweise Gesundheitskurse zur Bewegungsförderung oder Stärkung der Psyche (GET.ON), und setzten sie entweder zielgruppenspezifisch oder  offen für alle Beschäftigte um. Oft führt ein erfolgreiches Pilotprojekt zu einer Ausweitung der Maßnahme. Um sicherzustellen, dass die Angebote den Bedürfnissen und Wünschen der Beschäftigten entsprechen, führen wir Befragungen durch und tauschen uns regelmäßig in Arbeitskreisen und Gremien mit weiteren gesundheitsrelevanten Akteuren der FAU aus.

Auf struktureller Ebene kümmern wir uns darum, Gesundheitsthemen zu platzieren und an der FAU ein Umfeld zu schaffen, dass der Gesundheit der Beschäftigten zuträglich ist. Dazu arbeiten als FAU-Team-BGM eng mit der Universitätsverwaltung, der Personalentwicklung und weiteren Institutionen wie dem Betriebsärztlichen Dienst, dem Sachgebiet Arbeitssicherheit oder dem Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement zusammen. Konkret bedeutet dies, dass sich übergreifende Arbeitsgruppen mit der Verbesserung ergonomischer oder psychosozialer Bedingungen am Arbeitsplatz befassen oder sich das Thema Gesundheit als Führungsthema etabliert.

Warum Gesundheitsmanagement?

Einerseits sind Arbeitgeber natürlich daran interessiert, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen gesund bleiben. Nur so kann eine Organisation erfolgreich sein. Andererseits bleiben Beschäftigte einem Unternehmen nur dauerhaft erhalten, wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen.

Team BGM mit Kanler Christian Zens und Urkunde "Bewegte Unternehmen"

Das Projekt zum Gesundheitsmanagement an der FAU hat zum dritten Mal in Folge das Label für die erfolgreiche Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen erhalten, das vom Verein „Gesundheit und Medizin in Erlangen e. V.“ verliehen wird. (Bild: Jacqueline Trnka)

Sie haben dieses Jahr erneut das Label des Netzwerks der Bewegten Unternehmen erhalten …

Wir denken es liegt vor allem daran, dass wir das Thema Gesundheit an der FAU konsequent vorantreiben. Wir konnten viele Angebote weiterführen, ausbauen und andere neu etablieren:

Auf den Webseiten für Beschäftigte der FAU finden Interessierte nun alle Themen und Angebote der Rubrik „Gesundheit und Sicherheit“ gebündelt an einer Stelle. Darüber hinaus informieren wir mit unserem Newsletter „miteinander gesund“ interessierte Beschäftigte alle drei Monate über gesundheitsrelevante Themen und Angebote.

Gesundheitskurse wie Hatha-Yoga, Qi Gong, Rückenschule und Funktionelles Ganzkörpertraining bieten wir dreimal jährlich kostenfrei für Beschäftigte der FAU an. Das Pilotprojekt zum Pausenexpress, die aktive Bewegungspause am Arbeitsplatz, haben wir aufgrund der gestiegenen Nachfragen ausgebaut und bieten ihn jetzt an neun Standorten der FAU an.

Auch das Interesse am Thema Ergonomie am Arbeitsplatz ist gestiegen. Wir bieten jetzt den ErgoCoach@Work an, der eine Vor-Ort-Beratung mit individuellen Empfehlungen zum ergonomischen Bewegungsverhalten in Kleingruppen ermöglicht.

Mit unseren Online-Trainings „Fit im Stress“, „Regeneration für besseren Schlaf“, „Stimmung“ und „Clever weniger trinken“ bieten wir innovative Kurskonzepte an. So ermöglichen wir Beschäftigten, psychosoziale Themen im geschützten Rahmen und im eigenen Arbeitsrhythmus anzugehen.

Was ist für die Zukunft geplant?

Wir wollen auch in Zukunft daran arbeiten, bereits etablierte Angebote fortzuführen oder auszubauen. Darüber hinaus möchten wir Angebote zunehmend an die individuellen Bedürfnisse  besonders belasteter Mitarbeiter/-innen aus den wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Arbeitsfeldern anpassen. Diese gilt es in einem ersten Schritt zu identifizieren, um sie dann als Experten ihres Gebiets in den Prozess mit einzubeziehen. Die Berücksichtigung psychischer Belastungen wird dabei eine besondere Rolle spielen. Gerne laden wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu ein, uns per E-Mail oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage Anregungen zu geben.

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