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Katharina Breininger: Algorithmen für die Aorta

Katharina Breininger
Prof. Katharina Breininger (Bild: STUDIOLINE)

Start einer Reihe über FAU-Persönlichkeiten, die an Zukunftsthemen forschen

Wissenschaft wird von Menschen gemacht. Es sind daher die Persönlichkeiten, die eine Universität ausmachen und ihr Profil prägen. Das Zukunftskonzept #FAU2025 bildet für die Entwicklung unserer FAU den strategischen Rahmen. Die HighTech Agenda Bayern (HTA) ermöglicht dabei Schwerpunktsetzung und die Stärkung von Zukunftsfeldern, beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz. Ab sofort stellen wir Ihnen regelmäßig neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor, die im Rahmen der HTA und des Zukunftskonzepts #FAU2025 die FAU voranbringen: Wie wollen sie mit ihrer Forschung beitragen? Welche besonderen Stärken bringen sie dafür mit? Die Reihe eröffnet Katharina Breininger – FAU-Professorin seit November 2020.

Eines steht fest: Katharina Breininger kann nicht nur Informatik. Die junge Wissenschaftlerin weiß mit ihrer Arbeit andere Menschen zu faszinieren. Sei es auf dem Podium des Dies Academicus der FAU, sei es bei der der Konferenz des gemeinsamen Center for Knowledge Interchange (CKI) von FAU und Siemens AG, oder sei es bei der Langen Nacht der Wissenschaft. Sie inspiriert mit ihrem Fokus auf Digital Health gleichermaßen junge Gründerinnen und Gründer, Studierende, andere Nachwuchsforscherinnen und -forscher, aber auch die etablierten Kolleginnen und Kollegen sowie Partner aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Katharina Breininger forscht seit dem 1. November als Professorin für Artificial Intelligence in Medical Imaging, einer Stiftungsprofessur von Siemens Healthcare am neuen Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit in Kollaboration mit Advanced Therapies, Siemens Healthcare GmbH arbeitete sie an einer Methode, die vielen Patientinnen und Patienten zugutekommen soll, die an einem Aortenaneurysma, also einer Erweiterung der Aorta leiden. Diese werden häufig mit einem minimalinvasiv Eingriff behandelt. Damit sich der Stent unkompliziert über die Leistenarterie an den Zielort manövrieren lässt, bringt der Gefäßchirurg oder die Gefäßchirurgin zunächst Drähte in das Gefäß ein. Diese Drähte verformen die Aorta jedoch auch. Daher muss der Chirurg auf so genannte intraoperative Bildgebung – also regelmäßige Röntgenaufnahmen und Kontrastmittelgaben während des Eingriffs – zurückgreifen. Mit Hilfe ausgefeilter Algorithmen gelingt es Katharina Breininger, die Verformung der Aorta zu modellieren. Der große Vorteil: Während des Eingriffs sind weniger Aufnahmen und weniger Kontrastmittel nötig.
Neben Anwendungen in der intraoperativen Bildgebung möchte die Informatikerin in der Zukunft insbesondere auch im Bereich der digitalen Pathologie und an robusten Machine Learning-Ansätzen forschen.

Für ihre Arbeiten hat Katharina Breininger schon diverse Auszeichnungen bekommen, unter anderem einen Young Scientist Award diesjährigen Konferenz für Medical Image Computing und Computer Assisted Interventions (MICCAI), einer der wichtigsten Konferenzen im Bereich der medizinischen Bildverarbeitung.

Weitere Informationen

Prof. Katharina Breininger
Professur für Artificial Intelligence in Medicial Imaging (Stiftungsprofessur Siemens Healthcare)
katharina.breininger@fau.de

 

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