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FAU-Studierende lernen jetzt an einer Weltrekord-Turbine

Gasturbinen-Modell

Ein Modell der weltweit leistungsstärksten Gasturbine wurde von Dr. Niclas Vortmeyer (3.v.l.) und Prof. Dr. Dietmar Retzmann (3.v.r.), beide Siemens Energy, an Thomas A.H. Schöck, Kanzler der FAU (v.l.), Prof. Dr. Johann Jäger, Prof. Dr. Matthias Luther, beide Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU, Prof. Dr. Karl-Ernst Wirth, Prodekan der Technischen Fakultät und Dr. Wolfgang Meyer, Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme, übergeben. (Bild: Georg Pöhlein)

Siemens überreicht der Universität Geräte im Wert von 75.000 Euro

Wertvolle Unterstützung für Forschung und Lehre erhält die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) einmal mehr von der Siemens AG: Der Energy Sector des Unternehmens spendet dem Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme der FAU ein Modell der weltweit leistungsstärksten Gasturbine sowie einen Hybrid-Simulator, mit dem sich das Betriebsverhalten elektrischer Netze nachbilden lässt. Der Wert beider Geräte beläuft sich zusammen auf rund 75.000 Euro.

Die große Schwester des Gasturbinenmodells, das nun im Hochspannungslabor des Lehrstuhls für Elektrische Energiesysteme aufgestellt wird, hat Siemens für Kraftwerke, wie die Anlage in Irsching bei Ingolstadt entwickelt. Die riesige Turbine mit dem komplizierten Namen SGT5-8000H gilt als die weltweit leistungsstärkste ihrer Art und könnte die Bevölkerung einer Stadt wie Hamburg mit Strom versorgen. Mit einem Wirkungsgrad von 60,75 Prozent im kombinierten Betrieb mit einer Dampfturbine ist sie außerdem in diesem Bereich die Weltrekordhalterin. Das Modell für die FAU ist im Vergleich zum 13 Meter langen und fünf Meter hohen Original recht handlich: An der Turbine im Maßstab eins zu zehn können Studierende der FAU nun lernen, wie die Schlüsselkomponente eines Kraftwerks funktioniert. Weltweit existieren nur acht dieser Modelle, die Siemens im Laufe des Jahres weiteren ausgesuchten deutschen Partnerhochschulen übergeben wird.

Der Hybrid-Simulator war bis vor kurzem noch in der Erlanger Siemens-Niederlassung im Einsatz. Schon bald werden Wissenschaftler und Studierende an den Schaltschränken und Reglerpulten arbeiten. Mithilfe der komplizierten Elektronik können die Experten ganze elektrische Versorgungssysteme für Industrie und Haushalte modellieren – von der Erzeugung des Stroms bis hin zur Übertragung und Verteilung. Aber auch Störungen im Energienetz, etwa Kurzschlüsse, lassen sich simulieren. „Der Simulator ergänzt unsere Lehr- und Forschungsaktivitäten in genialer Weise und eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten der Systemanalyse“, sagt der Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energiesysteme, Prof. Dr. Matthias Luther.

Bayerns Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, ließ anlässlich der Übergabe ebenfalls seinen Dank an die Akteure ausrichten: „Eine erfolgreiche Wissenschaftspolitik beruht nicht zuletzt auf einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Beispielhaft dafür steht die Kooperation zwischen der Universität Erlangen-Nürnberg und Siemens Energy. Die Universität achtet seit jeher auf eine enge Rückkopplung zwischen Wissenschaft und industrieller Anwendung – und diese großzügige Gerätespende dokumentiert einmal mehr das Interesse und die Bereitschaft der Wirtschaft, sich mit bayerischer Spitzenforschung auszutauschen.“

Die Geräte finden ab sofort Anwendung in der Lehre und werden sowohl in die Lehrveranstaltungen eingebaut als auch in laufende Forschungsprojekte integriert.

Weitere Informationen:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Luther
Tel.: 09131/85-23445
matthias.luther@fau.de

Bilder

Gasturbinen-Modell

An dem Gasturbinen-Modell im Maßstab eins zu zehn lernen in Zukunft Studierende Wissenswertes über die Schlüsselkomponenten eines Kraftwerks. (Bild: Georg Pöhlein)

Gasturbinen-Modell

Weltweit existieren nur acht dieser Gasturbinen-Modelle – eines davon steht jetzt an der Technischen Fakultät der FAU. (Bild: Georg Pöhlein)

Gasturbinen-Modell

Ein Modell der weltweit leistungsstärksten Gasturbine wurde von Dr. Niclas Vortmeyer (3.v.l.) und Prof. Dr. Dietmar Retzmann (3.v.r.), beide Siemens Energy, an Thomas A.H. Schöck, Kanzler der FAU (v.l.), Prof. Dr. Johann Jäger, Prof. Dr. Matthias Luther, beide Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU, Prof. Dr. Karl-Ernst Wirth, Prodekan der Technischen Fakultät und Dr. Wolfgang Meyer, Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme, übergeben. (Bild: Georg Pöhlein)

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