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Meute oder vierte Gewalt im Staate?

FAU und Stadt Erlangen laden zu Podiumsdiskussion über die Entwicklung des Journalismus

Sie jagen am liebsten im Rudel und ihr größter Triumph ist es, eine Person des öffentlichen Lebens zu Fall gebracht zu haben: So zumindest musste es dem einen oder anderen Mediennutzer scheinen, der in den vergangenen Monaten die Berichterstattung in BILD, SPIEGEL & Co. verfolgte – und Politiker wie Christian Wulff oder Annette Schavan nach wochenlangem öffentlichen Druck den Hut nehmen sah.

Nicht immer, so schien es, waren Medienberichte frei von Stimmungsmache und dem Qualitätsanspruch verpflichtet, den einst große Journalisten wie Axel Springer, Rudolf Augstein oder Henri Nannen für den deutschen Journalismus geprägt haben. Wie viel ist geblieben von dem hehren Ziel, die vierte Gewalt im Staate zu sein – zum Schutz von Demokratie und Transparenz? Zwängt das wirtschaftliche Korsett der Verlage heute auch Journalisten in eine andere Rolle? Und wie hat sich das journalistische Selbstverständnis entwickelt? Spannende Fragen, die am 21. November 2013, um 18 Uhr, in einer Podiumsveranstaltung diskutiert werden, zu der die FAU und die Stadt Erlangen in die Erlanger Orangerie einladen.

Auf dem FAU-Podium treffen Journalisten und Ethiker aufeinander: Prof. Dr. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie II (Ethik) und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, und Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik an der FAU und ehemals Chefredakteurin sowie Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche, diskutieren mit Michael Husarek, stellvertretender Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, Stephan Bergman, ehemals leitender Redakteur des Bayerischen Rundfunk und Michael Busch, Vorstandsvorsitzender des Bayerischen Journalistenverbands.

Die Anforderungen an den Journalismus sind aus Sicht der Wissenschaft heute höher denn je, meint Prof. Dr. Peter Dabrock: „Am Selbstverständnis des Journalismus, nur der Auflage oder auch der Aufklärung zu dienen, kann sich die Akzeptanz der Demokratie entscheiden.“ Dabei sollte auch das Thema Respekt vor dem Menschen in der Berichterstattung an Bedeutung gewinnen, so eine der Thesen von Prof. Johanna Haberer: „In Zeiten des Internet muss auch der Journalismus die Grenzen zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre neu justieren.“

FAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Antje Kley und Erlangens Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis sprechen die Grußworte zu Beginn der Veranstaltung – und laden im Anschluss an die Diskussion zum Empfang im Wassersaal der Orangerie.

Ansprechpartner:

Dr. Ingrid Stapf
Tel.: 09131/85-23009
ingrid.stapf@fau.de

 

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