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Chinesisch lernen mit Tablets und Smartboards

Bild: panthermedia.net/Evgeny Atamanenko

Huawei Technologies Deutschland unterstützt Lehramtsstudiengang „Erweiterungsfach Chinesisch“

Chinesisch gilt als eine der am schwersten zu erlernenden Sprachen. Sie besitzt nicht nur tausende Zeichen, diese werden auch in einer festgelegten Strichfolge geschrieben. Das korrekte Schreiben dieser Striche ist eine der ersten Herausforderungen im Chinesischstudium. Angehende Chinesisch-Lehrerinnen und -Lehrer lernen am Lehrstuhl für Sinologie der FAU in Zukunft, solche besonderen Anforderungen beim Erlernen der chinesischen Schriftzeichen und ihrer Aussprache mit Hilfe interaktiver Tablets und Smartboards anzugehen. Die druckempfindlichen Tablets erlauben zum Beispiel in Kombination mit einem „active stylus“ – einem Stift mit dünner Spitze – das kalligraphisch korrekte Schreiben der Zeichen. Ermöglicht wird dies durch die chinesische Firma Huawei, die die Einführung des „Erweiterungsfachs Chinesisch“ an der FAU zum Wintersemester 2016/17 mit einer Schenkung der Geräte unterstützt.

Am Montag, 5. Dezember 2016, ab 11 Uhr stellt der Lehrstuhl für Sinologie im Wassersaal der Orangerie das Studienangebot sowie die neue Technik vor. Einen Einblick in die innovativen Lern- und Unterrichtsmöglichkeiten bietet die Präsentation „Neue Wege in der Vermittlung des Chinesischen“ in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Sinologie mit dem universitären Programm „Qualität im Studium“ (QuiS). An der Vorstellung des neuen Studienangebots mitwirken werden Prof. Dr. Antje Kley, Vizepräsidentin für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Chancengleichheit der FAU, sowie Ministerialrat Robert Gruber, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, und Carsten Senz, Senior Manager Public Affairs & Government Relations der Firma Huawei Technologies Deutschland GmbH. Die Veranstaltung ist öffentlich. Um eine Anmeldung wird gebeten unter: sema.yakar@fau.de.

„Zunehmend wird Chinesisch von den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern als ein ganz erhebliches Alleinstellungsmerkmal in der Bildungsbiographie junger Menschen gesehen, das gleich in welcher Lebenslage und in gleich welchem Rahmen ein überaus positives Licht auf eine Bewerberin, einen Bewerber wirft: Hier ist ein junger Mensch, der einen Weg gewählt hat, den nicht viele vor ihm beschritten haben, der sich – geleitet von einer hohen interkulturellen Wissensbegierde – beherzt Herausforderungen wie dem chinesischen Schriftzeichensystem und den Höhen und Tiefen der chinesischen Tonalitäten stellt und mit großem Fleiß versucht, kommunikative Kompetenz in einer der wichtigsten Sprachen der Welt zu erwerben“, erläutert Ministerialrat Robert Gruber vom Bayerischem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Gleiches gilt für die angehenden bayerischen Lehrkräfte, wenn sie sich für ein Studium des Chinesischen in Ergänzung einer grundständigen Fächerverbindung entscheiden.

„Huawei engagiert sich seit vielen Jahren für das Verständnis zwischen deutscher und chinesischer Kultur, u.a. mit der Huawei-Studie, die die wechselseitige Wahrnehmung von Deutschen und Chinesen mit der Realität abgleicht. Die Einrichtung des ersten Lehramtsstudiengangs Chinesisch in Bayern ist ein wichtiger Meilenstein, weil sich dadurch die Quantität und Qualität des Chinesischunterrichts in Bayern und deutschlandweit weiter verbessern wird“, erklärt Carsten Senz, Senior Manager Public Affairs & Government Relations von Huawei. Er fügt hinzu: „Die kompetente Vermittlung der chinesischen Sprache an deutschen Schulen wird immer mehr zu einer wichtigen Voraussetzung für die internationale Ausrichtung der deutschen Wirtschaft.

Im Hinblick auf Marktmöglichkeiten in China und der verstärkten Internationalisierung chinesischer Unternehmen ist Chinesisch neben dem Englischen zur zweiten wichtigen Sprache des globalen Handels und damit eine wertvolle Zusatzkompetenz unserer Schüler geworden. Wir sind hocherfreut, dies durch das Sponsoring von interaktiven Tablets und Smartboards für den Lehramtsstudiengang aktiv unterstützen zu können. So leisten wir als Technologieunternehmen auch einen Beitrag zum Einsatz digitaler Technologien im Rahmen von E-Education.“

„Mit der Einrichtung des Studiengangs Erweiterungsfach Chinesisch und der Erarbeitung innovativer Lehrkonzepte mit Hilfe von Tablets und Smartboards reagiert die FAU auf aktuelle Entwicklungen in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und zeigt einmal mehr ihr besonderes Engagement in der Lehre. Mit Hilfe der Geräte können die Herausforderungen beim Erlernen des Chinesischen auf ganz neue und individuelle Weise angegangen werden“, betont Prof. Dr. Antje Kley, Vizepräsidentin für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Chancengleichheit. „Zudem möchte ich Ministerialrat Robert Gruber des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst für die hervorragende Begleitung bei der Einrichtung des Studiengangs danken, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von QuiS und dem ILI für die didaktische Konzeption der neuen Unterrichtsform“, fährt sie fort.

Seit dem laufenden Wintersemester bietet der Lehrstuhl für Sinologie über das bereits etablierte Studienangebot im Bachelor- und Masterbereich nun auch Studierenden des Erweiterungsfachs Chinesisch eine umfassende didaktisch fundierte, sprachliche Ausbildung sowie den Erwerb kulturgeschichtlich-sinologischer Kompetenzen an. Die von Huawei bereitgestellten Tablets und Smartboards eröffnen dabei neue Unterrichtsmöglichkeiten. Die Tablets sind zum Beispiel bei einem Diktat mit dem Smartboard verbunden, so dass Texte projiziert und in der Klasse gemeinsam korrigiert werden können. Zahlreiche Apps bieten Tests, Vokabeltraining, Wörterbücher und aufbereitetes Lernmaterial.

Dieses Material kann über integrierte Plattformen gemeinsam in der Klasse angewendet werden. Außerdem haben die Studierenden die Möglichkeit, von zu Hause auf das Material zuzugreifen. „Der Lernprozess wird auf diese Weise individualisiert und interaktiv umgesetzt, E-Learning-Ressourcen eingebunden und der Lehrinhalt effektiver vermittelt“, erklärt die Sinologin Prof. Dr. Esther-Maria Guggenmos und ergänzt: „Wir danken in diesem Zusammenhang der Firma Huawei für die großzügige Schenkung der Geräte, die es dem Lehrstuhl ermöglicht, neue Wege in der Vermittlung der chinesischen Sprache zu gehen.“ Das FAU-Programm „Qualität im Studium“ (QuiS) und das Institut für LehrInnovation (ILI) begleiten den Aufbau der neuen Unterrichtsform didaktisch.

Weitere Informationen zum Termin

Weitere Informationen zum Studienangebot Chinesisch

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Esther-Maria Guggenmos
09131/85-22448 (Vormittags, Sekretariat)
esther-maria.guggenmos@fau.de

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