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Der Kammerchor der FAU unterwegs in Krakau

Der Kammerchor der FAU auf Chorreise in Krakau – hier ein Foto vom Besuch am Collegium Maius der Jagiellonen-Universität, wo die Studierenden ein Konzert gaben. (Bild: Tobias Gräb)

Musik verbindet: Der Kammerchor der FAU hat auf einer Reise nach Krakau viele neue Kontakte geknüpft und ein Konzert gegeben. Ein Tagebuch von Theresa Ossig, Studentin und Chormitglied.

Sonntag, 22. Oktober

Die Chormitglieder trudeln ein, der Bus steht bereit. Die Mitglieder des Vokalensembles „Hertztöne“, die mit uns reisen, kennen wir noch nicht, aber sie studieren ebenso an der FAU wie wir. Zehn Minuten vor Abfahrt ist dann auch der letzte von uns eingetroffen und es kann losgehen in Richtung Polen. Ich bin schon gespannt, denn in Krakau werden wir uns dann nicht nur die Stadt anschauen, sondern auch zusammen mit dem Chor der Jagiellonen-Universität auftreten. Die Universität, die bereits 1364 gegründet wurd, hat mehr als 40.000 Studeirende. Unsere Chorreise dorthin war übrigens eine Idee des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, das auch die Finanzierung und Organisation übernommen hat.

Figuren einer Uhr

Das Collegium Maius ist das älteste Gebäude der Jagiellonen-Universität. Wie an der Nürnberger Frauenkirche gibt es auch hier ein „Männleinlaufen“. (Bild: Tobias Gräb)

Montag, 23. Oktober

Endlich sind wir in Krakau an unserem Hotel angekommen. Wir werden von unseren polnischen Gastgebern begrüßt und zu einem Frühstück eingeladen. Dannach richten wir erst einmal unsere Zimmer ein. Später beim wieder sehr üppigen Mittagessen überlegen wir, welche polnischen Nationalgerichte es gibt und was man unbedingt probieren muss.

14 Uhr

Nach dem Essen treffen wir uns, um an der Jagiellonen-Universität das Collegium Maius zu besichtigen. Im dortigen Universitätsmuseum sind auch die astronomischen Instrumente von Nikolaus Kopernikus ausgestellt, darunter auch sein Globus. Der Astronom und Arzt hat an der Jagiellonen-Universität studiert.

Dienstag, 24. Oktober

Gemeinsam laufen wir zum Schloss Wawel. Auf dem Weg dorthin treffen wir auch unseren Dirigenten Julian Tölle, der den Kammerchor der FAU vor 13 Jahren gegründet hat. Mit ihm haben wir schon viele wichtige Auftritte absoviert. Jedenfalls sind wir alle auf die erste Probe mit unseren Gastgebern gespannt, die international einen guten Ruf genießen.

10.30 Uhr

Am Schloss Wawel angekommen, warten wir auf unsere Guides, die uns durch die Kathedrale und die Schlossgemächer führen sollen. In der Wawel-Kathedrale sind alle Könige Polens begraben, wodurch sie – ähnlich der Westminster Abbey in London – ein wichtiger Ort für die Menschen in Polen ist. Nach der Kathedrale, besichtigen wir die Ausstellung der wertvollen Wandteppiche und Gemälde im Schloss.

16 Uhr

Wir proben in der Aula des Collegium Novum der Universität für das morgige Konzert. Wir wollen einige Stücke, die der Kammerchor auch schon beim Fränkischen Sommer auf Schloss Seehaus aufgeführt hat, vortragen, also vor allem klassische Musik des 20. Jahrhunderts.

19 Uhr

Beim Abendessen sitzen wir zusammen mit den Hertztönen an einem Tisch – eine gute Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen und einen netten Abend zu verbringen.

Ensemble „Hertztöne“ der FAU

Neben dem FAU-Kammerchor war auch das studentische Ensemble „Hertztöne“ dabei. (Bild: Tobias Gräb)

Mittwoch, 25.Oktober

Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus in den Stadtteil Kazimierz, das jüdische Viertel Krakaus. Dort besuchen wir eine Synagoge und erfahren einen ganze Menge über den jüdischen Glauben. Auf unserem Weg in Richtung Altstadt liegt die Marienkirche. Spontan beschließen wir dort „The irish blessing“ zu singen. Es klingt wundervoll und den anderen Besuchern der Kirche gefällt es sichtlich – sie applaudieren lautstark.

6.30 Uhr

In der Aula des Collegium Novum findet die gemeinsame Probe der drei Chöre statt. Danach haben wir nur noch kurz Zeit uns umzuziehen und einen Schluck zu trinken.

18.30 Uhr

Das Konzert beginnt. Etwa 200 Zuhörer sind gekommen. Bevor wir den Anfang machen, begrüßen uns mehrere Vertreter der Universität mit herzlichen Worten auf deutsch. Nachdem wir unsere Stücke gesungen haben, folgen unsere deutschen Kollegen mit moderner A-Capella-Musik. Abschließend singt der Chor der Jagiellonen-Universität extra für diesen Abend einstudierte moderne polnische und englischsprachige Stücke. Dies ist ungewöhnlich, da der Chor doch eher für seine klassischen und kirchlichen Lieder bekannt ist. Am Ende folgt noch ein gemeinsame Stück. Das Publikum applaudiert und wir freuen uns sehr: Es ist ein wirklich schönes und stimmungsvolles Konzert geworden.

20 Uhr

Zum Abendessen erwartet uns ein üppiges Büffet. Auch hier überraschen uns unsere Gastgeber, da die obligatorischen Tischreden ebenfalls auf Deutsch gehalten werden. Danach gehen wir in einen extra reservierten Club, um den Abend bei Musik und Tanz ausklingen zu lassen. Eine gute Gelegenheit, um die polnischen Studierenden besser kennenzulernen. Der 50-köpfige Universitätschor besteht aber anders als bei uns etwa zur Hälfte aus ehemaligen Studierenden.

Gruppenfoto

Die Studierenden aus Nürnberg und Erlangen traten nicht nur mit polnischen Studierenen auf – abends nutzten sie die gemeinsamen Kneipenbesuche, um sich besser kennen zu lernen. (Bild: Tobias Gräb)

Donnerstag, 26. Oktober

Für heute ist ein Ausflug in das Salzbergwerk von Wieliczka, ein Weltkulturerbe der Unesco, geplant. Dort angekommen, geht es über in Salz und Stein gehauene Treppen, vorbei an geschnitzten Statuen und Kappellen bis auf 130 Meter Tiefe. Dort gelangen wir in eine riesige Höhle, die immer noch als Kapelle genutzt wird. Mit einem Aufzug geht es wieder zurück an die Erdoberfläche.

18 Uhr

Nach dem Abendessen sind wir noch ein letztes mal in Krakau unterwegs. Ein gelungener Abend.

Freitag, 27.  Oktober

Nach fünf tollen Tagen in Krakau heißt es Abschied nehmen. Alle Koffer sind verstaut, die Lunchpakete für die Rückfahrt verteilt. Abends um 21.30 Uhr kommen wir müde, aber glücklich wieder in Nürnberg an.


Interessiert an Auftritten der Musikpädagogik-Studierenden oder der Erlanger Universitätsmusik? www.musik.fau.de


Cover des FAU-Magazins alexander Nr. 106

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Dieser Text erschien zuerst in unserem Magazin alexander. Die aktuelle Ausgabe hat unter anderem folgende Themen: Wissenschaftler unterwegs auf hoher See, sechzig Jahre Europäische Union, der Kammerchor auf Besuch in Krakau und ein Interview mit dem Strategieberater John Bessant.

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Ausgewählte Themen aus dem alexander finden Sie auch unter fau.de/tag/alexander


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