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Ein Dankeschön an ihre Mitarbeiter – Dienstjubiläen an der FAU

Die diesjährigen Dienstjubilare der Zentralen Universitätsverwaltung und der Uniklinik (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Ehrung für Beschäftigte der FAU und des Universitätsklinikums

Dass die FAU dieses Jahr ihren 275. Geburtstag feiert, hat sie sowohl ihren Studierenden als auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Denn diese unterstützen die FAU – einschließlich ihres Universitätsklinikums – sowohl in der Lehre und Forschung als auch in der Verwaltung. Für ihre langjährige Mitarbeit im öffentlichen Dienst bedankt sich die FAU jedes Jahr mit einer kleinen Feier und überreicht ihren Dienstjubilaren, die seit über 25 und 40 Jahren an der FAU sowie im Universitätsklinikum arbeiten, eine Ehrenurkunde.

Einblicke in die verschiedenen Berufe

Was sie genau arbeiten, welche besonderen Momente ihnen in Erinnerung geblieben sind, wie die Arbeit auch nach langer Zeit noch Spaß machen kann und was sie sich noch von der FAU wünschen, verraten uns Kerstin Poller, Ralph Heimke-Brinck und Bärbel Förtsch, die dieses Jahr ihr 25-jähriges sowie 40-jähriges Dienstjubiläum feiern.

Kerstin Poller – Laborassistentin

Kerstin Poller sitzt an ihrem Arbeitsplatz. Neben ihr steht ein Mikroskop.

Kerstin Poller an ihrem täglichen Arbeitsplätz – das Hämatologische Labor der Medizinischen Klinik 5 (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Kerstin Poller arbeitet nun seit über 25 Jahren am Universitätsklinikum im Hämatologischen Labor der Medizinischen Klinik 5. Als medizinisch-technische Laborassistentin bereitet sie vor allem Blut- und Knochenmarkproben auf und analysiert deren zellulären Bestandteile sowie ihre pathologischen Veränderungen. „Wir haben Patienten mit hämatologischen Fragestellungen wie akute Leukämien, Lymphomen oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Hier ist eine exakte Arbeitsweise sehr wichtig, um zu einer korrekten Befunderstellung zu kommen, die entscheidend für weitere Therapiemaßnahmen ist“, erklärt Kerstin Poller. „Glücklicherweise spielt uns hier der technische Fortschritt in die Hände. Die Messgeräte sind über die Jahre viel komplexer geworden, weshalb wir auch viel genauere Informationen zu den Proben erhalten“, erzählt sie. Zusätzlich ist die Mitarbeiterin auch für die Wartung der verschiedenen Messgeräte im Labor verantwortlich und arbeitet regelmäßig mit Doktoranden zusammen, was ihr große Freude bereitet. Jedoch merkt sie auch an, dass sich das Arbeitstempo in den letzten Jahren sehr verändert hat und belastender geworden ist. „Doch es ist wichtig, stets die positiven Seiten zu sehen, auch wenn es Phasen gibt, in denen mal nicht alles rund läuft. Und schöne Momente, wie zum Beispiel die Überraschungsparty im Nikolaus-Fiebiger-Zentrum zum 50. Geburtstag von Herrn Prof. Mackensen, gibt es immer. Wir haben alles mit Luftballons dekoriert und jeder hat etwas zu Essen mitgebracht“, erinnert sich die Mitarbeiterin. Ein Meilenstein in ihrer 25-jährigen Berufslaufbahn war, als sie ihren ersten unbefristeten Vertrag unterschrieben hat. „Glücklicherweise war die Wahl meines Berufs die richtige Entscheidung und meine Arbeit macht mir noch heute Spaß. Dennoch würde ich mich über regelmäßige Fortbildungen sowie Gespräche zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten freuen. Auf diese Weise würden Hierarchien abgebaut sowie die Organisationsstruktur flacher werden“, wünscht sich die Dienstjubilarin.

Ralph Heimke-Brinck – Apotheker

Ralph Heimke-Brinck mit der Erlanger Stadträtin Dr. Herzberger-Fofana zusammen auf einem Portraitfoto

Ralph Heimke-Brinck gemeinsam mit der Erlanger Stadträtin Dr. Herzberger-Fofana zum 60-jährigen Jubiläum der Apotheke (Bild: Digital Multimedia Studio)

Ralph Heimke-Brinck ist Apotheker des Universitätsklinikums und feiert dieses Jahr ebenfalls sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Als Herstellungsleiter ist er vor allem für die Anfertigung von sterilen Arzneimitteln wie zum Beispiel Infusions- und Injektionslösungen zuständig. Neben administrativen Tätigkeiten bearbeitet er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen Studienanfragen zur Herstellung von neuen Arzneimitteln zur klinischen Prüfung. „Meine langjährige Berufserfahrung hat mich gelehrt, dass egal wie gut ich den nächsten Tag plane, es meistens doch anders kommt als erwartet“, berichtet der Mitarbeiter. „Aber das ist kein Problem, so kommt auch reichlich Abwechslung in meinen Berufsalltag. Das ist mir – neben meinen netten Kolleginnen und Kollegen und einem guten Kaffee – besonders wichtig“, sagt Ralph Heimke-Brinck. „Bis auf meinen Chef und meinem Kollegen im Büro hat sich in den letzten Jahren fast alles verändert“, erzählt er. „Zum Beispiel hat die Apotheke des Uniklinikums für ihre Einhaltung von Qualitätsstandards inzwischen eine DIN ISO-9001 Zertifizierung bekommen. Auch stellen wir nun parenterale Ernährungsbeutel für die Kinderklinik her. Damit werden alle notwendigen Nährstoffe über einen Katheter in die Blutbahn des Kindes verabreicht“, erklärt der Mitarbeiter. „Am meisten hat mich gefreut, dass wir 2014 die Erlaubnis zur Herstellung klinischer Prüfpräparate auch für unsere Abteilung bekommen haben“, erzählt er begeistert. Damit die Arbeit auch nach langer Zeit noch Spaß macht, rät Ralph Heimke-Brinck stets über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und sich auf Neues einzulassen. Von der FAU wünscht sich der Kaffee-Liebhaber zu seinem nächsten Dienstjubiläum Kaffeetassen mit einem ausgefallenen Design.

Bärbel Förtsch – Hygienefachkraft

Bärbel Förtsch vor einem Podium

Bärbel Förtsch während einer Hygieneschulung für die Beschäftigten der Uniklinik (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Seit über 40 Jahren ist Bärbel Förtsch Mitarbeiterin im öffentlichen Dienst und arbeitet am Universitätsklinikum als Hygienefachkraft in der Kinder-, Frauen- und HNO-Klinik. In regelmäßigen Hausrundgängen durch die Kliniken unterstützt sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bei Fragen und in Kurzbesprechungen zu bereichsübergreifenden Hygienemaßnahmen. Neben der Erstellung von Arbeitsanweisungen oder Hygienerichtlinien gibt die Mitarbeiterin auch Hygieneschulungen, ist für Umsetzungsmaßnahmen zum Infektionsschutzgesetz mitverantwortlich oder entnimmt Proben aus Wasser und Umgebung, um deren mikrobiologische Bestandteile zu untersuchen. „Ich arbeite mit verschiedenen Mitarbeitern auch aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen, wodurch ich viele spannende Einblicke erhalte. Natürlich tragen auch mein Mann und meine Familie ihren Anteil dazu bei, dass ich nun schon über 40 Jahre in diesem Beruf sein kann“, erzählt Bärbel Förtsch. Gerade im medizinischen Bereich hat sich im Laufe der Zeit viel verändert – von neuartigen Keimentwicklungen und Antibiotikaresistenzen bis zu fortschrittlichen Diagnostikmöglichkeiten und Therapiemaßnahmen. „Deswegen hat sich auch der Stellenwert der Hygienefachkräfte stark verändert“, berichtet sie. Heute werden beispielsweise auch krankenhausspezifische Arbeitsprozesse zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter in Studien analysiert und bewertet sowie neue Hygienemaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Durch die Einführung von einem Qualitätsmanagement sind krankenhausspezifische Entwicklungen auch für Außenstehende nachvollziehbar und transparent. „Diese Rahmenbedingungen sehe ich als wichtige und positive Veränderungen“, erklärt die Mitarbeiterin. „Zurückblickend sind 40 Jahre zwar eine lange Zeit, doch kommen sie mir deutlich kürzer vor. Dies liegt sicherlich an den vielen schönen Momenten, die ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen sowie auch mit Patienten hatte“, erinnert sich Bärbel Förtsch zurück. „Kommunikation und Wertschätzung sind das A und O, damit die Arbeit auch noch nach so vielen Jahren Spaß macht. Veränderungen im Arbeitsumfeld sind wichtig. Man sollte für diese offen sein und sich neuen Ideen nicht verschließen. Und wenn es dann doch einmal stressige Phasen gibt, ist es hilfreich, sich an erfreuliche Dinge zu erinnern“, rät die Mitarbeiterin.

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