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Ein offenes Ohr für Patienten – seit 25 Jahren

Feierten gemeinsam die 25-Jahr-Feier der Patientenfürsprecher am Uni-Klinikum Erlangen (v. l.): Ruth Nowak (Amtschefin/Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege), Claudia Gall-Kayser (Patientenfürsprecherin), Prof. Dr. Margareta Klinger (Patientenfürsprecherin), Susanne Lender-Cassens (Bürgermeisterin/Stadt Erlangen) und Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro (Ärztlicher Direktor/Uni-Klinikum Erlangen). (Bild: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen)

Dank an Patientenfürsprecherinnen bei Jubiläumsfeier für ehrenamtliches Engagement

Wenn Patienten Rat suchen oder einen Ansprechpartner für eine Beschwerde wünschen, dann haben die Patientenfürsprecher des Universitätsklinikums Erlangen ein offenes Ohr – und das bereits seit 25 Jahren. Dieses Jubiläum feierten die beiden aktuellen Patientenfürsprecherinnen Prof. Dr. Margareta Klinger und Claudia Gall-Kayser heute auch stellvertretend für ihre Vorgänger und gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik, den Bürgermeisterinnen Dr. Elisabeth Preuß und Susanne Lender-Cassens, Ruth Nowak, Amtschefin im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, und mit weiteren geladenen Gästen.

Während die einen absolut zufrieden sind, gibt es bei anderen Grund zur Beschwerde: Nicht alle Patienten erleben ihren Krankenhausaufenthalt gleich und nicht immer läuft in Sachen Kommunikation alles „glatt“. Damit die Patienten und ihre Angehörigen unabhängige Ansprechpartner haben, die ihre Anliegen aufnehmen und an die richtigen Stellen tragen, gibt es die ehrenamtlichen Patientenfürsprecher. Am Uni-Klinikum Erlangen sind das aktuell Prof. Dr. Margareta Klinger und Claudia Gall-Kayser. Die ehemalige Oberärztin der Neurochirurgie und die Diplompsychologin arbeiten unabhängig, aber gut vernetzt und mit einem guten Gespür für alle involvierten Parteien. „Unzufriedenheit bei Patienten entsteht zum Beispiel durch fehlende oder gestörte Kommunikation sowie durch lange Wartezeiten“, erklärt Prof. Klinger. „Wir helfen, indem wir vermitteln, anhören, organisieren und schlichten.“

Arbeit in einem sensiblen Feld

Eine Aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist, wie Dr. Janik in seinem Jubiläumsgruß anmerkte: „Die Europäische Metropolregion Nürnberg ist europaweit führend, wenn es um medizinische Innovationen geht. Wichtig ist aber nicht nur modernste Technik, sondern vor allem, dass der einzelne Mensch gesund wird. Dabei spielt das Zwischenmenschliche eine ebenso große Rolle wie neueste Geräte.“ Deshalb dankte der Erlanger Oberbürgermeister den Patientenfürsprecherinnen des Uni-Klinikums Erlangen für ihre Arbeit in einem sensiblen Feld. Wie sensibel dieses sein kann, das erläuterte Prof. Iro: „Viele Patienten sehen sich heute als ‚Kunden‘, die sich so versorgen lassen wollen, wie es für sie am bequemsten ist. Auf der anderen Seite stehen Ärzte und Pflegekräfte, die trotz eines hohen Leistungsdrucks ihrer Verantwortung dem Patienten gegenüber gerecht werden wollen. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Umso mehr danke ich als Ärztlicher Direktor allen Patientenfürsprechern für ihr ehrenamtliches Engagement. Sie unterstützen nicht nur unsere Patienten, sondern auch uns als Mitarbeiter.“

Uni-Klinikum Erlangen mit Vorreiterrolle

Das Uni-Klinikum Erlangen war 1993 eines der ersten Krankenhäuser in Nordbayern, das seinen Patienten einen unabhängigen Ansprechpartner an die Seite stellte. Seitdem hat sich dieses Angebot bewährt: Nach Prof. Dr. Alfred Sigel (1993–2000), Rudolf Frank (2000–2009) und Walter Ketzinger (2009–2011) sind Prof. Klinger und Claudia Gall-Kayser bereits die vierte Generation von Erlanger Patientenfürsprechern. Bei ihrer Jubiläumsfeier plädierten die beiden dafür, dieses Angebot auch an weiteren bayerischen Kliniken zu etablieren.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Margareta Klinger
Tel.: 09131/85-36789
margareta.klinger@uk-erlangen.de

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