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Vortragsreihe: Die Zukunft der Forschung – Highlights aus den fünf Fakultäten

Bild: Veer

Wie wird Wissen geschaffen, erweitert und vermittelt?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sitzen im Elfenbeinturm und grübeln über Dingen, die sonst niemand versteht? Weit gefehlt! Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FAU zeigen in einer fünfteiligen Vortragsreihe ab dem 14. November im Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Nürnberg, wie Wissen geschaffen, erweitert und vermittelt wird. Bei der Reihe anlässlich des 275-jährigen Bestehens der Universität wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Zukunft der Forschung gelegt. Tickets sind vor Ort erhältlich und kosten 7,50 Euro, ermäßigt 5,00 Euro. Die Buchung der gesamten Reihe ist über das Bildungszentrum der Stadt Nürnberg (BZ-Kurs-Nr. 00 910) für 30 Euro möglich. Für Studierende und Beschäftigte der FAU mit gültigem Studierenden- bzw. Mitarbeiterausweis ist der Eintritt frei.

In der Vortragsreihe präsentiert die FAU Wissenschaft aus ihren fünf Fakultäten.

Wann und wo?

Mittwochs: Vom 14. November bis 12. Dezember um 19 Uhr
Im Nicolaus-Copernicus-Planetarium
Am Plärrer 41 in Nürnberg

Licht in den Lebenswissenschaften – Wie Physik zur Grundlagenforschung in der Medizin beitragen kann

  • Mittwoch, 14. November

Prof. Dr. Vahid Sandoghdar, Naturwissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Experimentalphysik und Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts
Durch Fortschritte in Biophysik und Nanooptik ist eine neue Ära angebrochen, in der Physiker ihre experimentellen und theoretischen Werkzeugkästen – vor allem im Bereich Optik –  für fundamentale Fragestellungen in der medizinischen Forschung und Zellbiologie anwenden können. In diesem Vortrag werden jüngste Trends dieses aufregenden Forschungszweigs sowie die Aktivitäten im Rahmen des neugegründeten Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen diskutiert.

Autonome Lenksysteme & Co. – Wer haftet für neue Technologien?

  • Mittwoch, 21. November

Prof. Dr. Franz Hofmann, LL.M., Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Technikrecht
Während Gründer in neuen technischen Möglichkeiten Geschäftschancen sehen, erweisen sich Juristen nicht selten als Bedenkenträger. Freilich muss das Recht differenziert ausgestaltet sein: Einerseits darf Innovationen durch restriktive Rechtsregeln nicht von vorneherein jegliche Bewährungschance genommen werden. Andererseits können gerade Haftungsregeln Anreize schaffen, neue Produkte sicherer zu machen. Im Vortrag werden juristische Haftungskonzepte vorgestellt und namentlich für selbstfahrende Autos oder Roboterrasenmäher etc. ausgefüllt.

Mit Biotechnologie in eine nachhaltige Zukunft: Über das Zusammenspiel natürlicher und synthetischer Komponenten

  • Mittwoch, 28. November

Prof. Dr. Kathrin Castiglione, Technische Fakultät, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik
Zu den Zielen der biotechnologischen Forschung gehört es, den Übergang von einer erdölbasierten zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft zu ermöglichen. Durch das Nachahmen natürlicher Strategien zum Aufbau komplexer Moleküle, das Nutzen biologischer Katalysatoren und ihre Kombination mit künstlichen Bestandteilen können Prozesse entwickelt werden, die viele Vorteile gegenüber der klassischen Synthese haben.

Bodykult und Bodywork – soziologische Perspektiven auf den Körper und die Praxis der Körperarbeit

  • Mittwoch, 5. Dezember

Prof. Dr. Renate Liebold, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Professur für qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung
Forever Young – Schönheit, Attraktivität und Fitness tragen aktuell zum Erfolg einer Industrie bei, die von der Kommerzialisierung des Körpers lebt und sie zugleich vorantreibt. Dabei ist die Liste der gegenwärtig unter dem Label (Selbst-)Optimierung firmierenden Praktiken lang: Kosmetik, Tätowierung, Bartpflege, Nageldesign und Haarstyling sind nur einige Beispiele. Sozial- und kulturwissenschaftlichen Analysen zufolge wird dieser „Körperboom“ als Ausdruck eines kulturellen Gesellschaftswandels interpretiert, in dem das Aussehen als zentrale Ressource für Erfolg und Anerkennung bearbeitet wird. Der Beitrag fokussiert sowohl auf aktuelle Körperdiskurse als auch auf die Arbeit der Dienstleistungsakteure, die das gewünschte Aussehen übersetzen.

Molekulare Medizin – Wie verändert sich unser Medizinverständnis?

  • Mittwoch, 12. Dezember

Prof. Dr. Anja Boßerhoff, Medizinische Fakultät, Lehrstuhl für Biochemie und Molekulare Medizin
Das molekulare Verständnis von Krankheitsursachen, auch angetrieben durch das „Humangenomprojekt“ (Human Genome Project), wächst stetig an. Dies ermöglicht innovative und sehr zielgerichtete Therapien, die zum Teil sogar auf individuelle Patienten abgestimmt werden können. Weitere Fortschritte werden dazu beitragen, langfristig unser Medizinverständnis und therapeutische Konzepte zu ändern.

Weitere Informationen:

Dr. Michael Jungert
Tel.: 09131/85-23032
michael.jungert@fau.de

 

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