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Bundeswirtschaftsministerium zeichnet FAU aus

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Mit ihrem Konzept „Existency“ überzeugte die FAU im bundesweiten Wettbewerb um EXIST-Gründungskultur. Im Bild (v.l.): Moderator Max Spallek, FAU-Vizepräsidentin Outreach Prof. Dr. Kathrin Möslein, Thomas Bachem, Kanzler der CODE University Berlin, Thomas Bareiß. (Bild: FAU/Christoph Heynen)

Konzept „Existency“ punktet im bundesweiten Wettbewerb um EXIST-Gründungskultur

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 3. Dezember 2019 im Berliner Futurium die FAU und ihre Partner als Preisträger im Wettbewerb EXIST-Potentiale ausgezeichnet. Mit ihrem Konzept „Existency“ überzeugte die FAU im bundesweiten Wettbewerb um EXIST-Gründungskultur die Fachjury des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in der Kategorie „Regional vernetzen“ gemeinsam mit ihren regionalen Partnerhochschulen, der Technischen Hochschule Nürnberg und der Hochschule Ansbach. Mit rund 3 Millionen Euro wird das Projekt „Existency“ in den nächsten Jahren Ausgründungen aus der Wissenschaft in Mittelfranken weiter stärken, professionalisieren, vernetzen und skalieren. So werden in ganz Mittelfranken tragfähige Start-up-Netzwerke gefördert.

Innovationskraft trifft Gründergeist

Die FAU wurde im Schwerpunkt „Regional vernetzen“ aus 220 teilnehmenden Hochschulen und Universitäten ausgewählt. Sie ist eine der innovationsstärksten Universitäten weltweit. Im aktuellen Reuters- Innovationsranking belegt sie deutschlandweit Platz 1 und weltweit Platz 14. Sie fördert systematisch Gründungen aus der Wissenschaft und begleitet ihre Start-ups während des gesamten Prozesses von der Mobilisierung, Teamfindung und Gründungsfinanzierung bis hin zur Etablierung am Markt und Wachstumsunterstützung.

Die FAU verfügt in ihrer Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer über ein leistungsstarkes Gründerbüro und wirkungsvolle Unterstützungsformate für die unterschiedlichen Phasen einer wissenschaftsbasierten Gründung: Die FAU Digital Tech Academy mobilisiert digitale unternehmerische Talente über die Fakultäten und Fachgrenzen der FAU hinweg; der neu eingerichtete FAU Sandbox Innovation Fund liefert überzeugenden Gründerteams eine erste Startfinanzierung. Auf Initiative der FAU ist in Nürnberg das digitale Gründerzentrum ZOLLHOF – Tech Incubator entstanden: eine Starthilfe für Gründerinnen und Gründer deutschlandweit und international. In Partnerschaft der FAU mit den regionalen Fraunhofer-Instituten wurde jüngst das regionale Leistungszentrum LZE mit neuen wissenschaftsorientierten Ausgründungsformaten etabliert. In diesem starken Umfeld können sich rund 80 Prozent der wissens- und technologieorientierten Start-ups aus der FAU langfristig stabil am Markt etablieren. Genau diese strategische Stärke wird die FAU nun mit ihren Partnern für die gesamte Region Mittelfranken konsequent weiterentwickeln.

BMWi fördert FAU-Initiative „Existency“

Gemeinsam mit der TH Nürnberg und der Hochschule Ansbach wird die FAU im Rahmen der Initiative „Existency“ für ganz Mittelfranken ein effizientes und schlagkräftiges Gründungsfördercluster etablieren. „Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. Kathrin M. Möslein, Vizepräsidentin Outreach der FAU. „Der Zuschlag für Existency zeichnet alle Partner aus. Im Schulterschluss mit den regionalen Partnern werden wir dafür sorgen, dass unternehmerische Talente aus der Wissenschaft in der Region Mittelfranken ein attraktives und leistungsfähiges Umfeld für ihre Gründungen finden.“ Vor allem in den Schwerpunkten Digitalisierung, Energie, Medizintechnik und Service Innovation sehen die beteiligten Partner in der Region ein hohes Gründungs- und Innovationspotenzial.

Drei zentrale Aktionslinien werden in der „Existency“-Initiative verfolgt: (1) passgenaue Teamqualifizierung, (2) frühzeitige Prototypentwicklung und Testmöglichkeit sowie (3) Professionalisierung im Netzwerk. Denn den meisten akademischen Ausgründungen fehlt es an Markt-Expertise und Management-Erfahrung. Diese Defizite will „Existency“ durch den gezielten Aufbau von Kompetenzen und die frühe Integration von Marktpraxis und unternehmerischer Erfahrung in den Gründungsprozess kompensieren. Zu diesem Zweck wurden die drei Aktionslinien definiert: Hauptziel von Train for Traction ist es, Fähigkeiten im Bereich Teamorganisation, Management und Vertrieb auf- und auszubauen, mit denen Gründungsteams schnell Akzeptanz im Markt und bei Investoren finden. In der Aktionslinie Reality Bites werden die Start-ups dabei unterstützt, frühzeitig den Product-Market-Fit zu erreichen – unter anderem mit Sachmitteln für die Entwicklung marktfähiger Prototypen und mit Test-Unternehmensgesellschaften, die es Start-ups zunächst ermöglichen, ohne Gründungsrisiko unternehmerisch zu agieren. In der Aktionslinie Professionalize schließlich sollen Gründungsprojekte im Rahmen eines Mentorennetzwerks frühzeitig von der Markt- und Praxiserfahrung erfolgreicher Start-ups und Unternehmen profitieren. Die regionale Vernetzung von Wissen und Akteuren bietet damit den Schlüssel zur Etablierung des Gründerclusters. Das FAU-Motto „Wissen in Bewegung“ bildet Richtschnur und Rahmen.

Weitere Informationen:

Bianca Niemann
Tel.: 09131/85-25804
zuv-wtt@fau.de

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