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Vortrag: Pest und Pesterreger – die Geschichte von drei Pandemien

Bild: Panthermedia

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Montag, 16. Juni, 18.15 bis 19.30 Uhr, Kollegienhaus (Raum HS 1.013), Universitätsstraße 15, Erlangen

Der Begriff Pest lässt einem auch heute noch Schauer über den Rücken laufen. Schließlich ist die Krankheit für weltweite Epidemien mit Tausenden von Toten zuständig und auch heute noch nicht ausgerottet. In ihrem Vortrag am 16. Juni, der Teil der medizinhistorischen Vortragsreihe des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin ist, zeichnet Dr. Julia M. Riehm vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München die drei großen Pest-Epidemien der Geschichte nach. Der Vortrag beginnt um 18.15 Uhr in Raum 1.013 des Kollegienhauses, Universitätsstraße 15 in Erlangen.

Erreger der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis. Sein hohes Maß an Übertragungspotential und die hohe Sterberate bei Mensch und Tier verleiht dem Pesterreger „Pandemiecharakter“: Die Seuche breitet sich schnell über ganze Landstriche aus. Dies ist bisher dreimal geschehen. So erreichte die „Justinianische Pest“ im Frühmittelalter (ab 540 A.D.) das oströmische Reich. Bekannt als der „Schwarze Tod“ verbreitete sich die Pest ab 1347 dann im mittelalterlichen Europa. Und schließlich erreichte ein neuer modernerer Typ des Pesterregers ab 1895 zum ersten Mal die neue Welt und kommt auch heute noch örtlich begrenzt in Afrika vor. In ihrem Vortrag stellt Dr. Riehm die Seuchenzüge und mikrobiologisch-infektiologische Eigenschaften des Pesterregers dar.

Dr. Julia M. Riehm ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Bakteriologie und Toxikologie am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München, wo sie die Arbeitsgruppe Pest leitet. Um die Expertise der Arbeitsgruppe aufzubauen, reiste die Autorin mehrfach nach Madagaskar und in die Mongolei, wo die Pest heute noch vorkommt.

Weitere Informationen: 

Prof. Dr. Karl-Heinz-Leven
Tel.: 09131/85- 22094
karl-heinz.leven@fau.de

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