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FAU-Vortragsreihen „Wissenschaft auf AEG“ und „Wissenschaft im Schloss“

Mit dem Thema „Tränen und Trockenes Auge – woher kommen unsere Tränen und warum weinen wir?“ startet Wissenschaft auf AEG in Nürnberg. (Bild: Panthermedia/lucianmilasan)

Von Augenkrankheiten und Horrorfilmen

Ein abwechslungsreiches Programm ist garantiert: Im November starten die Vortragsreihen „Wissenschaft auf AEG“ und „Wissenschaft im Schloss“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Das Spektrum der Themen reicht von Augenkrankheiten und pflanzlichen Arzneistoffen über den Werkstoff Stahl und dem Genre Horrorfilme bis hin zu neuen Arbeitswelten und das christliche Abendmahl. Interessierte, Schüler und Studierende erhalten einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte an der Universität. Die Nürnberger Zeitung begleitet die Vorträge als Medienpartner.

„Wissenschaft auf AEG“ beginnt am Montag, 19. November, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Paulsen, Lehrstuhl für Anatomie II. Der Wissenschaftler beschäftigt sich mit dem Thema „Tränen und Trockenes Auge – woher kommen unsere Tränen und warum weinen wir?“. Das Trockene Auge ist nicht nur die häufigste Erkrankung des Auges, sondern eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Allein in Deutschland leiden daran etwa 12 Millionen Menschen. So kommt fast jeder zweite Patient, der einen niedergelassenen Augenarzt aufsucht, wegen dieser Volkskrankheit. Die Ursachen des Trockenen Auges sind allerdings noch unzureichend geklärt. Außer Geschlecht und Alter gehen bestimmte Medikamente, ungünstige Verhältnisse am Arbeitsplatz oder das Tragen von Kontaktlinsen mit einer Häufung dieser Krankheit einher. Prof. Paulsen erläutert in seinem Vortrag, woher unsere Tränenflüssigkeit überhaupt kommt, was sie macht, warum wir manchmal weinen, was man über das Trockene Auge weiß und auch, was man dagegen tun kann.

Zwei weitere Vorträge beleuchten am Montag, 10. Dezember, pflanzliche Arzneistoffe und am Montag, 21. Januar, den Werkstoff Stahl. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr und finden am Energie Campus Nürnberg (EnCN), Fürther Straße 250, Forum 2. Obergeschoss, Nürnberg, statt. Weitere Informationen gibt es unter www.wissenschaft-auf-aeg.de. Der Eintritt ist frei.

„Wissenschaft im Schloss“ startet am Montag, 26. November, mit Peter Podrez, Lehrstuhl für Medienwissenschaft, und seinem Vortrag „Genre der Extreme – Grenzüberschreitungen im Horrorfilm“. Seit seiner Anfangszeit besteht die Kunst des Horrorfilms darin, seine Zuschauer zu Angst und Ekel zu verführen und sie diese Affekte gleichzeitig genussvoll erleben zu lassen. Ermöglicht wird dies durch das permanente Ausloten und Überschreiten von neuen und extremen Grenzen – sei es im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen der filmischen Form und dem Publikum, das Aufrufen von Bedrohungsszenarien und Figurationen des Monströsen oder die Exzessivität von Gewaltdarstellungen. Der Medienwissenschaftler zeigt anhand konkreter Filmbeispiele die historischen Entwicklungslinien des Horrorfilmgenres auf und diskutiert dabei dessen narrative, ästhetische und ideologische Strategien der Grenzüberschreitung. Diese sind, wie er anhand verschiedener kulturwissenschaftlicher Theorien von der Psychoanalyse bis hin zur Genderforschung zeigen wird, keinesfalls Selbstzweck, sondern erfüllen verschiedene relevante, kulturelle Funktionen. Aufgrund der geplanten Filmbeispiele ist der Vortrag nicht für Minderjährige geeignet.

Weitere Vorträge folgen am Montag, 17. Dezember, über die Arbeitswelt der Zukunft und am Montag, 28. Januar, zur kulinarischen Geschichte des Abendmahls. Sie beginnen jeweils um 18.30 Uhr und finden in der Aula des Erlanger Schlosses, Schlossplatz 4, Erlangen, statt. Zusätzliche Informationen sind unter www.wissenschaft-im-schloss.de zu finden. Der Eintritt ist frei.

„Wissenschaft auf AEG“, Energie Campus Nürnberg

  • Montag, 19. November, 18.30 bis 20 Uhr
    Tränen und Trockenes Auge – woher kommen unsere Tränen und warum weinen wir?
    Prof. Dr. Friedrich Paulsen, Lehrstuhl für Anatomie II
  • Montag, 10. Dezember 2018, 18.30 bis 20 Uhr
    Warum sind Pflanzen so virtuose Chemiker?
    Prof. Dr. Wolfgang Kreis, Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie
  • Montag, 21. Januar 2019, 18.30 bis 20 Uhr
    Stahl, ein wandlungsfähiger Werkstoff mit Zukunftspotenzial
    Prof. Dr. Peter Felfer, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Allgemeine Werkstoffeigenschaften)

„Wissenschaft im Schloss“, Erlanger Schloss

  • Montag, 26. November 2018, 18.30 bis 20.00 Uhr
    Genre der Extreme – Grenzüberschreitungen im Horrorfilm
    Peter Podrez, Lehrstuhl für Medienwissenschaft
  • Montag, 17. Dezember 2018, 18.30 bis 20.00 Uhr
    Die Zukunft der Arbeit: Wohin geht die Reise?
    Prof. Dr. Kathrin Möslein, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Innovation und Wertschöpfung
  • Montag, 28. Januar 2019, 18.30 bis 20.00 Uhr
    Gott essen. Eine kulinarische Geschichte des Abendmahls
    Prof. Dr. Anselm Schubert – Lehrstuhl für Kirchengeschichte II (Neuere Kirchengeschichte)
Weitere Informationen:

Pressestelle der FAU
Tel.: 09131/85-70229
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