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Universität

Wissenschaft im Schloss

Wissenschaftliche Vorträge für jedermann

Mit der Event-Reihe „Wissenschaft im Schloss“ will die FAU aktuelle und hochspannende Forschungsprojekte einem breiten Publikum vorstellen. Wissenschaftlich Interessierte sind zu den Vorträgen ebenso willkommen wie Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aller Fachrichtungen. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Wissenschaftler gerne für Fragen zur Verfügung.

Im Sommersemester 2017 finden die Vorträge im Erlanger Kollegienhaus statt.

Veranstaltungsort

Kollegienhaus
Senatssaal, Raum 1.011, 1. OG
Universitätsstraße 15
91054 Erlangen

„Die sind schuld, wenn es mir schlecht geht“: psychologische Perspektiven auf Fremdenfeindlichkeit

  • Abstrakte Silhouette zu beten

    Bild: Panthermedia/kwest

    Montag, 22.5.2017, 18.00 bis 19.30 Uhr

  • Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm, Lehrstuhl für Sozialpsychologie und Genderforschung, In Kooperation mit FAU INTEGRA

Es ist ein altbekanntes Phänomen: Wenn im eigenen Leben etwas nicht so läuft wie gewünscht, wird dafür schnell ein Sündenbock gesucht – die anderen sind schuld, nicht ich. Studien aus der Sozialpsychologie zeigen, dass solche Schuldzuweisungen sowohl bewusst als auch unterschwellig und automatisiert erfolgen. Die Frage, inwieweit sich jemand in seiner Identität bedroht fühlt, spielt hier ebenso eine Rolle wie das Einteilen der Mitmenschen in „Wir“ versus „Andere“.

Sozialpsychologin Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung und geht der Frage nach, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Der Vortrag findet im Rahmen der INTEGRA Ringvorlesung statt, die sich unter anderem mit Populismus beschäftigt.

Alle Termine und Themen: www.integra.fau.de/ringvorlesung-2017


Die Riffe der Arktis: Wie entsteht Leben in der Ödnis?

  • Expeditionsboot

    Bild: Sebastian Teichert

    Montag, 29.5.2017, 18.30 bis 20.00 Uhr

  • Dr. Sebastian Teichert, Lehrstuhl für Paläoumwelt

Geröll, überall Geröll: Der Meeresboden vor Spitzbergen ist eine große Steinlandschaft, übrig geblieben aus der letzten Eiszeit. Genau dort, auf halbem Weg zwischen Norwegen und dem Nordpol, leben coralline Rotalgen, die Leben in diese Ödnis bringen. Denn im Lauf der Jahre wachsen sie zu Gebilden, die großen Kugeln ähneln. Und genau in diese Kugeln, die auch Rhodolithe genannt werden, raspeln sich Bohrmuscheln hinein. Es entstehen kleine Höhlen, die wiederum vielen anderen Tierarten Unterschlupf bieten.

Wie genau die Rotalgen zur Artenvielfalt der Arktis beitragen, darüber spricht Dr. Sebastian Teichert in seinem Vortrag. Der Geologe war bereits mit dem Forschungsschiff Maria S. Merian und dem Tauchboot JAGO im hohen Norden unterwegs, um das Leben auf dem Meeresgrund zu untersuchen.


Martin Luther 2.0: Luthers Spracharbeit aus heutiger Sicht

  • Denkmal Luther Dresden

    Bild: Panthermedia/miroslav110

    Montag, 26.6.2017, 18.30 bis 20.00 Uhr

  • Dr. Christine Ganslmayer, Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft

Sie war zwar nicht die erste Übersetzung ins Deutsche, dennoch gilt die Lutherbibel als ein Meilenstein. Bereits wenige Jahre nachdem Martin Luther die Texte veröffentlicht hatte, fanden sie große Verbreitung – unter anderem wegen der gut verständlichen Sprache. Als „gewaltiger Dolmetzscher der gantzen Bibel“ wurde Luthers Leistung bereits in seiner Grabrede gewürdigt.
Dr. Christine Ganslmayer widmet sich in ihrem Vortrag dem Phänomen Luther aus sprachlicher Sicht: Wie hat der Theologe an seinem Text gefeilt und welche Sprache hat er verwendet? Mit welchen Experten hat er zusammengearbeitet? Wie hat er letztlich die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache beeinflusst? Passend dazu wird die Germanistin einen Einblick in ihre aktuelle Forschung zu den erhaltenen Übersetzungsmanuskripten aus Luthers Hand geben.


Ade, liebes Sofa: Wie werden Sportmuffel aktiver?

  • Joggen, Turnschuhe

    Bild: Colourbox.de

    Montag, 17.7.2017, 18.30 bis 20.00 Uhr

  • Prof. Dr. Klaus Pfeifer, Lehrstuhl für Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit

Nur 15 Minuten körperliche Belastung am Tag oder 90 Minuten pro Woche machen einen Unterschied, wie lange wir leben. Bewegen wir uns mindestens so lang, sinkt das relative Sterberisiko um 14 Prozent – was durchschnittlich drei Jahren entspricht. Wer mehr Sport treibt, reduziert das Risiko noch weiter. In vielen Teilen unserer Welt herrscht jedoch Bewegungsmangel.

Prof. Dr. Klaus Pfeifer geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie sich Menschen trotzdem dazu bringen lassen, im Alltag aktiver zu werden. Der Sportwissenschaftler hat zielgruppenspezifische Empfehlungen für Bewegung und deren Förderung entwickelt, um der Untätigkeit entgegenzuwirken. Egal ob Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren oder Menschen mit Vorerkrankungen: Jeder kann durch Bewegung etwas für seine eigene Gesundheit tun.


Rückblick

Prothesen aus dem Drucker, die Genetik der Neandertaler und Videomanipulation in Echtzeit – Videos der Reihe finden Sie in unserem Rückblick.

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