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Internationalisierung

Globales Engagement und internationales Profil

Die FAU gehört zu den großen Forschungsuniversitäten Deutschlands mit exzellenten Forschungsleistungen und einer entsprechend internationalen Ausrichtung in Forschung und Lehre. Um ihre Anziehungskraft und Ausstrahlung zu behaupten und weiter auszubauen, wird die FAU in den nächsten Jahren ihre internationale Positionierung als Gesamtinstitution vor allem über ihre Forschungsstärken und thematischen Schwerpunkte vorantreiben. Ein vorrangiges Ziel ist dabei die Gewinnung von hochqualifiziertem wissenschaftlichem Nachwuchs aus dem Ausland.

Die zentrale Herausforderung der Internationalisierung an der FAU wird in den nächsten Jahren darin bestehen, die gewachsene vielfältige Internationalisierungskultur durch ergänzende strategische und gesamtinstitutionelle Maßnahmen zu unterstützen. Nur so können gemeinsame Ziele und Probleme effektiv adressiert, Synergien besser genutzt, gemeinsame Qualitätsstandards gewahrt, „State-of-the-Art“-Dienstleistungen angeboten und erfolgreiche „Good Practice“-Beispiele systematisch auf die ganze Institution ausgeweitet werden.

Als eine der ersten deutschen Universitäten wurde die FAU 2012 im Zuge des HRK-Audits Internationalisierung zertifiziert. Ihre Internationalisierungsstrategie bezieht alle Dimensionen der universitären Arbeit ein, Forschung, Studium und Lehre ebenso wie Wissenstransfer und Weiterbildung, Services und Infrastruktur.

Zu den Meilensteinen der Internationalisierung gehören seitdem unter anderem die Vereinbarung über ein Promotionskolleg für Medizintechnik mit der chinesischen Peking University sowie die Einrichtung eines Verbindungsbüros des renommierten japanischen Nagoya Institutes of Technology an der Technischen Fakultät der FAU.

Im Bereich der Infrastruktur wurden unter anderem ein Sprachendienst eingerichtet, der fremdsprachige Dienstleistungen für FAU-Angehörige anbietet, sowie das internationale Forschungsmarketing und das Forscher-Alumni-Netzwerk aufgebaut. Ende 2015 ist das Reaudit gestartet mit dem Ziel, die Internationalisierung der FAU in den Profil- und Forschungsschwerpunkten systematisch auszubauen.

Forschung

Die überwiegende Mehrheit der Professorinnen und Professoren der FAU kooperiert mit Arbeitsgruppen im Ausland, nicht zuletzt durch ihre Forschungsaufenthalte oder Gastprofessuren an Universitäten in der ganzen Welt. Durch diese Verbindungen entstehen viele gemeinsame Publikationen, etliche Drittmittelanträge sowie ausgezeichnete Beziehungen zu herausragenden Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden.

Zu den unzähligen hochkarätigen Beispielen für internationale Kooperationen gehört unter anderem das Projekt TRENAL, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert wird. In dem thematischen Netzwerk forschen FAU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler zusammen mit der Yale University und dem University College London in einem interdisziplinären und translationalen Ansatz an der Entwicklung neuer Therapien bei Nierenerkrankungen. Ein weiteres Beispiel ist ein Projekt des Lehrstuhls für Photonische Technologien der FAU. Zusammen mit der russischen staatlichen Universität Kazan baut er ein Labor für Additive Fertigung in Russland auf. Ermöglicht hat das Projekt ein Mega Grant über rund 2 Millionen Euro vom russischen Wissenschaftsministerium.

Im Rahmen des wissenschaftlichen Rahmenabkommens zwischen der FAU und der brasilianischen Förderagentur FAPESP (Fundação de Amparo à Pesquisa do Estado de São Paulo – FAPESP) wird eine gemeinsame Ausschreibung zur Förderung von Forschungsvorhaben mit dem brasilianischen Bundesstaat São Paulo veröffentlicht.

Im Einzelnen soll die Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterstützt, der binationale Informationsaustausch intensiviert sowie wissenschaftliche Delegationsbesuche, Seminare, Workshops und Symposien organisiert werden, um die Zusammenarbeit zwischen der FAU und der Region São Paulo zu stärken.

Die FAPESP/FAU – Anschubfinanzierung richtet sich an alle Fachgebiete und ist themenoffen. FAPESP und FAU werden jeweils bis zu 5.000 Euro pro Antrag pro Jahr für die Gesamtlaufzeit von maximal 24 Monaten des Projektvorhabens zur Verfügung stellen. Ziel ist es, bis zu 4 Projekte zu unterstützen.

Ausschlussfrist für die Einreichung der Anträge war der 24. April 2017.

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Ergebnisse

Um die Vernetzung zu Universitäten in Regionen von globaler Bedeutung weiter zu intensivieren, hat die FAU Geschäftsstellen für zwei internationale Hochschulzentren eingerichtet, die als bayernweite Serviceeinrichtungen dienen: das Bayerisch-Kalifornische Hochschulzentrum (BaCaTeC; seit 2000) und das Bayerische Hochschulzentrum für Lateinamerika (BAYLAT; seit 2009). Da die FAU die bayerische Universität mit den meisten Kontakten nach Lateinamerika ist, wurde das BAYLAT in Erlangen angesiedelt. Sein Ziel ist, die lange Tradition der bayerisch-lateinamerikanischen Zusammenarbeit weiter auszubauen. Mit dem BaCaTeC unterstützt der Freistaat Bayern Kooperationen zwischen Forschern aus Bayern und Kalifornien.

Im Jahr 2005 initiierten FAU-Sinologen in Kooperation mit der Beijing Foreign Studies University ein Konfuzius-Institut in Nürnberg, durch das die Verbindungen der FAU zu ausgewählten chinesischen Institutionen intensiviert werden. Die verstärkten Forschungsaktivitäten mit dem Schwerpunkt Ostasien führen zudem zu einer Erhöhung der Anzahl von Doktoranden aus China.

Studierendenmobilität

Studierende haben die Möglichkeit, im Rahmen der vielfältigen Hochschulkooperationen der FAU einen Aufenthalt im Ausland zu verbringen. Eine Übersicht über ERASMUS-Partnerschaften oder formalisierte Studierendenaustauschprogramme finden Sie hier.

FAU-nahe Einrichtungen, die ebenfalls Studierendenaustausch unterstützen, bieten weitere ausführliche Informationen: