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Wohnen in Erlangen, Nürnberg und Umgebung

Die Städte Erlangen, Fürth und Nürnberg bieten eine hohe Lebensqualität. Entsprechend begehrt und knapp ist deshalb auch der Wohnraum. Besonders gilt dies vor Semsterbeginn. Wir empfehlen deshalb allen Studierenden, so früh wie möglich nach einem Zimmer oder einer Wohnung zu suchen. Wer ein bisschen flexibel ist und auch in der Umgebung sucht, der hat gute Chancen, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Und weil der öffentliche Nahverkehr im gesamten Großraum hervorragend ausgebaut ist, kann man den Studienort meist unproblematisch und schnell erreichen.


Die Wohnungssuche

Bitte beachten Sie folgende Besonderheiten zum Thema Wohnen:

  • Die FAU Erlangen-Nürnberg kann keine Unterkünfte vermitteln. Die Universität besitzt keine eigenen Wohnheime und darf auch nicht als Wohnungsvermittler auftreten.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität werden versuchen, Ihnen bei der Wohnungssuche zu helfen. Sie sind aber nicht für die Wohnungsvermittlung verantwortlich und können lediglich Empfehlungen aussprechen.
  • Für eine erfolgreiche Wohnungssuche auf dem freien Wohnungsmarkt ist deshalb Ihre Eigeninitiative erforderlich. Kümmern Sie sich bitte frühzeitig um eine Unterkunft!
  • Der private Wohnungsmarkt ist besonders in Erlangen angespannt; es kann daher viel Zeit und Mühe kosten, eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden. Wie in vielen deutschen Universitätsstädten, übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot an Wohnungen und Zimmern und führt nicht selten zu entsprechend hohen Mietpreisen. Wir empfehlen Ihnen, sich bei mehreren Wohnheimen und Anbietern bereits aus dem Ausland zu bewerben und bei einem geeigneten Angebot schnell zuzugreifen.
  • Erhöhen Sie Ihre Chancen bei der Wohnungssuche, indem Sie flexibel bleiben – also Zimmer oder Wohnungen mit in die Suche einbeziehen, die nicht in direkter Nähe zu Ihrem Studien- und Arbeitsort liegen. Wir empfehlen deshalb, auch die Umgebung von Erlangen, Fürth und Nürnberg sowie die umliegenden Städte Forchheim und Ansbach in die Suche miteinzubeziehen. Dank des gut organisierten Nahverkehrs (www.vgn.de) können Sie schnell und günstig Ihren Studien- und Arbeitsort in Erlangen oder Nürnberg erreichen. Außerdem gibt es ermäßigte Tickets (Semesterwertmarken) für Studierende.
  • Weitere Informationen zu den Orten: Erlangen und Umgebung: www.erlangen.de, Nürnberg und Umgebung: www.nuernberg.de, Fürth und Umgebung: www.fuerth.de, Ansbach und Umgebung:www.ansbach.de, Forchheim und Umgebung: www.forchheim.de.

Für alle Zielgruppen: Allgemeine Tipps und Hinweise zum Wohnen und zur Wohnungssuche

Viele private Vermieterinnen und Vermieter wollen ihre zukünftigen Mieterinnen und Mieter vor Vertragsabschluss persönlich kennenlernen. Wir empfehlen Ihnen, den Vermieterin/den Vermieter möglichst am Vormittag anzurufen und einen zeitnahen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Es ist durchaus üblich, dass zu einem Besichtigungstermin mehrere Bewerberinnen und Bewerber eingeladen sind. Wenn Sie Interesse an der Wohnung haben, sollten Sie umgehend einen verbindlichen Termin zur Zusage oder gleich zur Vertragsunterzeichnung zu vereinbaren.

Für manche Wohnheime und private Unterkünfte können Sie sich bereits aus dem Ausland mit dem entsprechenden Anmeldeformular bewerben. Es ist durchaus üblich, dass Sie in den Bewerbungsfragebögen, die Ihnen in der Regel bei Wohnungsbesichtigungen ausgehändigt werden, persönliche Angaben zum Beispiel zu Ihren finanziellen Verhältnissen und zur Anzahl der einziehenden Personen machen müssen.

Reservieren Sie sich frühzeitig ein Zimmer – zum Beispiel in der Jugendherberge oder in einer Pension. Wenn Sie vor Ort sind, ist die Suche nach einer langfristigen Unterkunft oft einfacher. Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Webseiten (Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Die örtlichen Tageszeitungen bieten meist am Mittwoch und Samstag einen Anzeigenteil. Sie können in der Rubrik „Vermietungen/Angebote von Vermietern! lesen oder auch selbst eine Anzeige unter der Rubrik "Mietgesuch" aufgeben. In den Anzeigen werden Sie auf eine Menge Abkürzungen stoßen. Die Zeitungen drucken im Anzeigenteil meistens eine Übersicht, die die Abkürzungen erklärt. Folgende Online-Zeitungen und -magazine bieten Wohnungsanzeigen:

Es gibt Immobilienfirmen und Makler, die Zimmer und Wohnungen vermitteln. Viele dieser Angebote und weitere von privaten Anbietern sind im Internet auf entsprechenden Portalen zu finden, sind aber oft auch teuer und richten sich weniger an Studierende. Wenn Ihnen eine Wohnung vermittelt wurde, müssen Sie meistens eine Vermittlungsgebühr (Provision) an die Maklerin/den Makler bezahlen. Die Provision beträgt in der Regel zwei Monatsmieten plus Mehrwertsteuer. Sie erhalten das Geld im Gegensatz zur Mietkaution beim Auszug nicht zurück. Zusätzlich wird eine Mietkaution fällig.

Portale mit Wohnungsangeboten sind z.B. (Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Die sogenannten „Schwarzen Bretter“ (Anschlagtafeln) finden sich an den Universitäten und Mensen, aber auch in Einkaufszentren, Kneipen und Cafés und dem Amt für Wohnen und Stadterneuerung in Nürnberg. Hier können Privatpersonen ihre Wohnungsangebote oder Mietgesuche kostenlos aushängen. Dazu muss man allerdings vor Ort sein. Telefonisch oder schriftlich können die Angebote nicht ermittelt werden.

Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ der Stadt Erlangen in Kooperation mit dem Studentenwerk Erlangen-Nürnberg richtet sich an Studierende, die in Familien wohnen und diesen im Alltag helfen möchten. Als Gegenleistung dazu stellen die Familien den Studierenden einen vergünstigten Wohnraum (in der Regel Einzelzimmer) zur Verfügung. Sie finden weitere Informationen zum Projekt auf der Webseite der Stadt Erlangen oder auf Facebook.

Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg betreibt in Erlangen, Herzogenaurach, Nürnberg, Ansbach und Ingolstadt Studentenwohnheime, Apartmenthäuser und Wohnanlagen mit ca. 3.800 Wohnplätzen. Internationale Studierende mit Bachelor-Abschluss können sich direkt auf der Webseite des Studentenwerks informieren und bewerben. Informationen für internationale Studierende mit Master-Abschluss, Stipendiatinnen und Stipendiaten, Promovierende und Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem Ausland sind momentan in Arbeit und werden in Kürze veröffentlicht.

Weitere öffentlich geförderte Wohnheime finden Sie ebenfalls auf der Webseite des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg.

Informationen zu Gästehäusern für Promovierende und Forschende finden Sie auf den Webseiten des Welcome Centre.

Das Studentenwerk vermittelt – kostenlos für Mieter und Vermieter – Zimmer, Appartements und Wohnungen des freien und privaten Wohnungsmarktes. Das Angebot ist auf Studierende beschränkt. Aus organisatorischen Gründen können die Angebote nur persönlich (nicht telefonisch oder schriftlich!) während der Öffnungszeiten eingesehen werden.

Webseite der Privatzimmervermittlung des Studentenwerks

Auf dem privaten Wohnungsmarkt finden Sie Wohnheime privater und kirchlicher Träger sowie privat vermietete Wohnungen. Anfragen und Bewerbungen um einen Wohnplatz sind stets direkt an die privaten Wohnraumanbieter zu richten. Der marktübliche Mietpreis, z.B. für eine möblierte Wohneinheit mit einer Wohnfläche von 15-20 m², liegt abhängig von der Wohngegend und Zimmerausstattung bei 400-600 Euro für die Miete inklusive Nebenkosten wie Strom, Heizung, Internet.

Die Zimmer in Wohnheimen sind in der Regel möbliert: Es sind ein Bett, Schrank, Tisch und Regal vorhanden. In jedem Studentenwohnheim stehen meist Waschmaschinen und Trockner zur Verfügung. Bettwäsche, Handtücher, Geschirr und Besteck sind jedoch nicht vorhanden.

Bei einer Wohngemeinschaft (kurz: WG) ist es üblich, dass sich mehrere Personen eine Wohneinheit teilen, die meist aus mehreren Einzelzimmern besteht. Allgemeine Räume wie Badezimmer, Küche oder auch ein Wohnzimmer werden dabei gemeinsam genutzt. Ein WG-Zimmer kann sowohl möbliert als auch unmöbliert vermietet werden. Bei der Suche nach einem WG-Zimmer sollte man besonders auf die Aushänge an Schwarzen Brettern in den Instituten, Bibliotheken und Mensen achten.

Das Zusammenleben in einer solchen Wohngemeinschaft kann für ausländische Gäste, meist Studierende, von großem Nutzen sein, weil sie hier sehr schnell Zugang zur deutschen Sprache und Alltagskultur finden. In der Regel bewirbt man sich um ein WG-Zimmer nicht beim Vermieter, sondern bei den Bewohnern. Der Eigentümer bzw. der Vermieter muss jedoch seine Zustimmung erteilen. Bei einer nicht genehmigten (ohne Erlaubnis des Eigentümers) Unter- bzw. Weitervermietung des Wohnraums droht eine fristloste Kündigung.

Wenn Sie sich für ein Zimmer oder eine Wohnung entschieden haben und die Vermieterin/der Vermieter zustimmt, wird ein Mietvertrag unterschrieben, der für Sie und den Vermieter rechtlich bindend ist. Eine Zusage per E-Mail oder auch mündlich ist bereits rechtskräftig, es ist jedoch immer empfehlenswert, eine Zusage schnellstmöglich auf Papier oder gleich in Form eines Vertrags zu erhalten. Ein Rücktritt ist nur in der vertraglich festgelegten Kündigungsfrist schriftlich möglich. Auch der Mietpreis und die Mietkaution werden in einem Mietvertrag festgelegt.

Bitte prüfen Sie vor Vertragsunterzeichnung noch einmal die Details zur Miete wie etwa das Einzugsdatum, der Kündigungsfrist oder sonstige Vereinbarungen. Häufig wird auch der Abschluss einer Haftpflichtversicherung gefordert. Diese ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber durchaus empfehlenswert, um selbst verursachte Schäden an der Wohnung abzudecken.

Lesen Sie den Vertrag genau durch und unterschreiben dann! Grundlegend gilt: Heben Sie alle Dokumente (Mietvertrag, Übergabeprotokoll, Rechnungen, Quittungen, Briefwechsel mit dem Vermieter etc.) gut auf!

Die Bezahlung der Unterkunft erfolgt immer zum Monatsbeginn. Mit der Zusage verpflichten Sie sich zur Überweisung der Kaution und der ersten Miete, bereits vor Einzug und möglicherweise bereits aus dem Ausland. Auch eine Reinigungspauschale für die Endreinigung kann bereits vor Einzug fällig werden. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass der Vermieter bereits die Miete für das gesamte Semester im Vorfeld verlangt.

Die Kaution beträgt 2-3 Monatsmieten. Hierzu benennt Ihnen die Vermieterin/der Vermieter eine Bankverbindung, auf die Sie innerhalb der vorgegebenen Frist die Überweisung vornehmen. Kommt das Geld nicht zum vereinbarten Datum auf dem Konto des Vermieters an, kann er die Wohnung/das Zimmer an einen anderen Interessenten vermieten.

Die Miete besteht aus einer Grundmiete und einer Vorauszahlung der sogenannten Nebenkosten, auch Betriebskosten genannt (siehe unten). Die Grundmiete wird auch als Kaltmiete bezeichnet und ist die Miete für die Wohnung ohne Nebenkosten. Die Kaltmiete plus die Nebenkosten (Wasser, Heizung, Müllgebühren, Hausmeister…) ergibt die Warmmiete. Die vereinbarte Miete muss spätestens am 3. Werktag eines Monats im Voraus bei der Vermieterin oder beim Vermieter eingegangen sein. Das ist möglich über eine automatische Abbuchung von Ihrem Konto (Lastschrift), die Sie Ihrem Vermieter/Ihrer Vermieterin schriftlich erlauben müssen, oder über die Überweisung des Geldes. Eine automatisch veranlasste, termingerechte Überweisung durch Ihre Bank (Dauerauftrag) vermeidet Ärger durch vergessene Mietzahlungen.

Die Nebenkosten setzen sich zusammen aus festen Kosten (Hausmeister, Hausreinigung etc.) und verbrauchsabhängigen Kosten wie etwa Heizung und Warmwasser. Strom und Gas können ebenfalls dazu gehören, wenn Sie dazu eine Vereinbarung treffen und keinen Vertrag mit einem Anbieter abschließen (siehe unten). Nebenkosten werden als monatliche Pauschale erhoben, die auf der Grundlage eines monatlichen Durchschnittsverbrauches angesetzt sind. Bitte klären Sie im Vorfeld, ob die oben genannten verbrauchsabhängigen Kosten in dem Mietangebot bereits enthalten sind.

Einmal im Jahr werden in den Zimmern/Wohnungen die entsprechenden Zähler abgelesen und der tatsächliche Verbrauch festgestellt und abgerechnet. Haben Sie mehr Strom, Warmwasser oder Heizung verbraucht, als geschätzt,  müssen Sie die Mehrkosten nachzahlen. Insbesondere die Energiekosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, ein sparsamer Umgang mit Heizung, Strom, Gas und Wasser wird daher dringend empfohlen.

Bitte beachten Sie, dass bei einigen Wohnheimen und auch bei den meisten privaten Unterkünften der Strom nicht in der Miete eingeschlossen ist. Auch Gas ist nicht immer Teil des Mietvertrags. In der Regel zahlen Sie dann jeden Monat oder alle 2 Monate eine feste Pauschale (auch Abschlag genannt), meist per Abbuchung. Die genaue Abrechnung erfolgt einmal im Jahr nach dem tatsächlichen Verbrauch. Aufgrund dieser Abrechnung wird eine neue monatliche Pauschale für das Folgejahr berechnet.

Den Termin für den Einzug und die Übergabe von Zimmer oder Wohnung vereinbaren Sie direkt mit der Vermieterin/dem Vermieter bzw. der Hausmeisterin/dem Hausmeister. Bei der Übergabe wird ein Übergabeprotokoll erstellt, in welchem alle vorhandenen Mängel und Auffälligkeiten festgehalten werden. Sie sollten also genau auf Schäden oder Besonderheiten achten, und diese im Protokoll vermerken lassen. Das Protokoll ist wichtig, damit Sie beim Auszug belegen können, dass eventuelle Schäden schon vor Ihrem Einzug vorhanden waren. Ansonsten können Sie für alte Schäden verantwortlich gemacht werden. In der Regel wird ein Übergabeprotokoll schriftlich erstellt. In jedem Fall wird empfohlen, zur Wohnungsübergabe einen Zeugen mitzunehmen. Diese Person kann dann den Zustand der Wohnung bezeugen. Der Zustand kann auch zusätzlich mit einem Fotoapparat festgehalten werden.

Wenn das Zimmer/die Wohnung beim Auszug in gutem Zustand ist, wird der Vermieter Ihre Kaution in der Regel nach Auszug und Abrechnung der Nebenkosten auf Ihr deutsches Konto überweisen. Bitte beachten Sie aber, dass die Kaution nach deutschem Mietrecht bis zu 6 Monate nach Auszug einbehalten werden darf.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland eine Vielzahl an Telefon- und Internetanbietern. In der Regel haben die Nutzer der Telefon- und Internetdienste die Wahl zwischen Telefon- und Internetanschluss mit fester Vertragsdauer oder ohne feste Vertragsdauer (monatlich kündbar) und zwischen Festnetzangeboten und mobilen in Form von Prepaid-Karten. In jedem Fall lohnt es sich aber, die Konditionen der Anbieter genau zu prüfen und die Angebote und Tarife zu vergleichen.

In den Wohnheimen des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg und teilweise in den öffentlich geförderten Unterkünften und privaten Wohnheimen kirchlicher Träger  können die Zimmer nur semesterweise gemietet werden. Die Miete muss für die volle Semesterdauer gezahlt werden, auch wenn der Mieter zu einem früheren Zeitpunkt ausziehen möchte. Der Mietvertrag kann für 6 Monate ausgestellt werden mit der Option, den Mietvertrag von Semester zu Semester zu verlängern. In den Wohnheimen des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg ist die maximale Mietdauer auf wenige Semester begrenztWichtig: Für Gäste aus dem Ausland gilt eine Frist von einem Jahr!.

Achten Sie auf Angaben zur Kündigungsfrist in Ihrem Mietvertrag. In der Regel  beträgt diese 3 Monate. Wenn Sie aus ausziehen wollen, muss das Kündigungsschreiben 3 Monate vor Auszug bei der Vermieterin/beim Vermieter eingetroffen sein. Um das nachweisen zu können, kann die Kündigung z.B. per Einschreiben mit Rückschein gesendet werden – hier muss der Vermieter die Zustellung schriftlich bestätigen. Sie können die schriftliche Kündigung auch persönlich bei Ihrem Vermieter abgeben. Die Bitte um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung kann sinnvoll sein, ist aber keine Pflicht für die Vermieterin/den Vermieter. Eine Kündigung per Email ist nicht ausreichend.

Wenn Sie beispielsweise zum 30.09. ausziehen wollen, muss die Kündigung bis spätestens 30.06. bei Ihrem Vermieter in schriftlicher Form eingegangen sein. Sie bleiben bis zum Vertragsende verantwortlich für die Mietzahlung, d.h. bis zum Ende der Kündigungsfrist (3/6/12 Monate oder mehr). Die noch offenen Mieten dürfen nicht mit einer Kaution ausgeglichen werden und müssen bis zum Ende der Mietzeit auf das Konto des Eigentümers/des Vermieters überwiesen werden. Verträge mit einer Mindestmietdauer können bedeuten, dass eine Kündigungsfrist von 6 bis 12 Monaten oder sogar 3 Jahren greift. Im Vertrag finden Sie diese Angaben oft unter „frühestens kündbar“.

Mit der Unterschrift des Mietvertrags übernimmt der Mieter ab Mietbeginn verschiedene Pflichten. Diese sind hier aufgezählt, die wichtigsten werden in den folgenden Abschnitten erläutert.

  • Fristgerechtes, monatliches Überweisen der vertraglich vereinbarten Miete
  • Pfleglicher Umgang mit dem gemieteten Eigentum inklusive Möblierung
  • Ausreichendes Heizen im Winter – siehe Abschnitt Heizen und Lüften
  • Tägliches mehrmaliges Lüften der Zimmer (sonst Gefahr von gesundheitsschädlichem Schimmel und Feuchtigkeitsschäden) im Winter wie Sommer
  • Trennen von Müll (entsprechend der aufgestellten Müllcontainer am Haus)
  • Anmelden von Versorgern, falls nicht im Mietpreis enthalten (Gebühr Rundfunkbeitrag, Strom, Gas, Heizung)
  • Einhaltung der Hausordnung
  • Einhalten sonstiger Vereinbarungen wie Abschluss einer Haftpflichtversicherung und/oder Abschluss einer Hausratsversicherung (falls vom Vermieter erwünscht)
  • Bei Missachtung der oben genannten Pflichten trotz mehrmaliger Abmahnung droht eine fristloste Kündigung.
  • Eröffnung eines Bankkontos
  • Meldepflicht
  • Immatrikulationsbescheinigung: Wenn Sie in einem Bachelor- oder Master-Studium eingeschrieben sind und in einem Wohnheim des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg oder in einem öffentlich geförderten Wohnheim untergebracht sind, sind Sie dazu verpflichtet, den Studierendenstatus an der FAU nachzuweisen. Bitte reichen Sie Ihre gültige Immatrikulationsbescheinigung bei Ihrem Ansprechpartner im Wohnheim nach erfolgter Einschreibung baldmöglichst ein. Die Immatrikulationsbescheinigung müssen Sie ohne Aufforderung für jedes weitere Semester vorlegen, in dem Sie an der FAU eingeschrieben sind.

Richtiges Heizen und Lüften ist als Teil der Hausordnung ein Vertragsgegenstand und kann bei Nichteinhaltung zur fristlosen Kündigung führen. Wohnungen müssen regelmäßig gelüftet und richtig geheizt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Auch in der kalten Jahreszeit müssen die Fenster mehrmals am Tag für mindestens 10 Minuten komplett geöffnet werden (Durchzug).Hinweise dazu erhalten Sie mit dem Mietvertrag oder auf Nachfrage von Vermieter/Vermieterin; außerdem hilft Ihnen gegebenenfalls der Wohn-Service der FAU (E-Mail: accommodation@fau.de). Für das richtige Heizen gibt es wichtige Grundregeln, um das Entstehen von Schäden und Schimmel zu vermeiden. Die empfohlene Wohnraumtemperatur liegt zwischen 18° (z.B. in der Küche, nachts im Schlafzimmer) und 22° Celsius (z.B. im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer, im Bad). Sollten Schäden durch Schimmel oder eingefrorene Leitungen entstehen, weil Sie Ihre Wohnung nicht geheizt haben, müssen Sie als Mieter die Reparaturkosten tragen.

In Deutschland wird der Müll nach Materialsorte getrennt (z.B. Verpackungen, Papier, Bio-Abfälle und sogenannter Restmüll). Dazu kommt noch Sondermüll, der speziell entsorgt werden muss – hierfür gibt es Angebote der Städte und Kommunen (Beispiel auf der Webseite der Stadt Erlangen). Mieter müssen bei fehlender Mülltrennung mit höheren Nebenkosten bei der Miete rechnen. Detaillierte Informationen zum richtigen Mülltrennen etc. können Sie beim Wohn-Service der FAU anfordern. Bitte schreiben Sie eine kurze Email an: accommodation@fau.de.

Mit Unterschrift des Mietvertrags verpflichten Sie sich für den Zustand der Wohnung, Mobiliar und der überlassenen Schlüssel Sorge zu tragen. Falls Sie z.B. Ihren Wohnungs- und Hausschlüssel verlieren sollten und es sich um eine zentrale Schließanlage handelt, sind Sie für den Austausch eines komplett neuen Schließsystems im Hause verantwortlich. Dies kann mit sehr hohen Kosten verbunden sein. Aus diesem Grund empfehlen wir den Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung. Diese Versicherung deckt viele Schäden ab, die einer dritten Person oder deren Eigentum zugefügt werden. Bitte achten Sie darauf, dass die Privathaftpflichtversicherung die Mietschäden wie den Wasserschaden, den Austausch einer zentralen Schließanlage und Ähnliches einschließt.

Wenn Sie Schäden an Ihrer Wohnung  feststellen, müssen Sie dies umgehend dem Vermieter schriftlich mitteilen – um dem Vermieter die Möglichkeit zur Reparatur zu geben. Falls der Schaden durch Sie verursacht oder zu spät gemeldet wurde, sind Sie verantwortlich für die Übernahme der Kosten.