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Was zu tun ist, bevor es losgeht

Sie sind an der FAU Erlangen-Nürnberg immatrikuliert und spielen mit dem Gedanken, einen Auslandsaufenthalt während Ihres Studiums zu absolvieren? Sie möchten über den Tellerrand schauen, weil Sie wissen, dass Auslandserfahrungen heutzutage für jeden Beruf unerlässlich sind? Die folgenden Seiten sollen einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten zum Auslandsaufenthalt geben, die Ihnen im Rahmen Ihres Studiums an der FAU offen stehen.

Es existieren zwei Arten des Auslandsstudiums.

  1. Komplett im Ausland zu absolvierendes Vollstudium: Sie sollten sich direkt an die von Ihnen ausgewählte ausländische Hochschule wenden und mit ihr die Studienmöglichkeiten sowie die Bewerbungs- und Finanzierungsmodalitäten besprechen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine von Ihnen selbstständig zu gestaltende Vorbereitung des Auslandsstudiums. Sie können aber auch bei Dozenten Ihres Fachbereichs nachfragen, ob dort Informationen zu BA / MA / PhD-Studiengängen im Ausland vorliegen.
  2. Teilstudium: Es handelt es sich um ein zeitlich begrenztes Auslandsstudium (in der Regel 1-2 Semester), das im Rahmen des FAU-Studiums absolviert wird. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die Immatrikulation an der FAU für die Dauer des Auslandsaufenthaltes. Die Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes sollte spätestens ein Jahr vor der Ausreise beginnen. Aufgrund der Bewerbungsfristen einiger Stipendien (v.a. für Übersee) sollte sogar mit 1,5 Jahren Vorbereitungszeit gerechnet werden.
    Das Referat für Internationale Angelegenheiten bietet Ihnen nicht nur Beratung zum Thema Teilstudium im Ausland, sondern im Falle der Teilnahme an einem Universitätsprogramm auch eine intensive Betreuung und Unterstützung während des Aufenthaltes.

Die folgenden Punkte sollten Sie in Ihre Überlegungen bei der Auswahl des Ziellandes einbeziehen:

Hochschulsystem: Um Ihre Wahl bezüglich des Gastlandes zu präzisieren, sollten Sie sich ausführlich über die Hochschulstruktur informieren (Semesterzeiten im Ausland (Übersicht)): Welche Hochschultypen gibt es? Wie ist das akademische Jahr gegliedert? Wie sieht der Studienalltag im jeweiligen Land aus (Alter der zukünftigen Kommilitonen, liberales oder eher starres Studiensystem etc.)? Wie ist die allgemeine Qualität der Hochschulbildung im Land?

Sprache: Um erfolgreich im Ausland zu studieren, müssen Sie auch die Sprache des Gastlandes gut beherrschen. Beziehen Sie diesen Faktor daher in Ihre Auswahl mit ein. Sie müssen nicht nur in der Lage sein, den Lehrveranstaltungen zu folgen, sondern sich auch mündlich und schriftlich zu Themen Ihres Faches zu äußern. Auch wenn das Auslandsstudium auf Englisch möglich ist, sollten für die alltägliche Konversation Grundkenntnisse der Landessprache vorhanden sein.

Erfahrungen Anderer - siehe Punkt Erfahrungen

Visabestimmungen des jeweiligen Landes

Kosten/Finanzierung des Auslandsstudiums

Ratgeber mit interkulturellem Wissen: Es gibt mittlerweile Reihen von Ratgebern, die interkulturelles Wissen zu bestimmten Ländern vermitteln. Diese können Sie auch in der Infothek des RIA ausleihen. Die vorbereitende Lektüre hilft Ihnen, so manches Fettnäpfchen zu vermeiden.
Informationen des DAAD: Informationen zu allen Fragen finden Sie auch beim Deutsch Akademischen Austausch Dienst (DAAD).

Das richtige Semester: Für die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge wird in der Regel ein Aufenthalt im jeweils vorletzten Semester (5. Bachelorsemester / 3. Mastersemester) empfohlen, der gegebenenfalls zum Abfassen der Abschlussarbeit im Ausland verlängert werden kann.

Wichtig: Die Betreuung der Arbeit muss an der FAU erfolgen! Je nach Fachbereich kann jedoch ein anderer Zeitpunkt sinnvoller sein. Fragen Sie am besten im eigenen Fachbereich nach!

Prüfungen: Besonders günstig ist die Durchführung eines befristeten Auslandsaufenthaltes bei den alten Studiengängen nach erfolgreicher Ablegung der Vor- bzw. Zwischenprüfung. Einerseits wurde zu diesem Zeitpunkt der erforderliche Überblick über das eigene Studienfach gewonnen, andererseits entspricht dies den Anforderungen vieler Stipendiengeber.

Dauer: In der Regel dauern Auslandsstudienaufenthalte ein bis zwei Semester. In Doppelabschlussprogrammen kann die Auslandsstudienzeit auch mehr als ein Jahr betragen. Zur Anfertigung einer Projektarbeit (Studien- / Diplomarbeit) an einer ausländischen Universität sollten 3 - 6 Monate eingeplant werden.

  1. Austauschstudent: Bei der Suche nach einem Studienplatz für einen befristeten Auslandsaufenthalt gibt es die Möglichkeit, die Austauschprogramme und Partnerschaften der FAU zu nutzen – als sogenannter Austauschstudent. Diese Variante ist meist mit weniger Aufwand und geringeren Kosten verbunden, da Studiengebühren weitestgehend entfallen und je nach Programm weitere Stipendien gewährt werden. Allerdings ist in diesem Fall die Auswahl auf das Partnerschaftsnetz der Universität begrenzt.
  2. Freemover: Sie können einen Auslandsaufenthalt aber auch individuell organisieren – und zwar an jeder Hochschule der Welt. In diesem Fall wären Sie als Freemover unterwegs. Die Variante des individuell organisierten Studienaufenthaltes im Ausland erfordert eigenständige Recherche und das Überwinden bürokratischer Hindernisse, bietet aber den Vorteil, dass Sie mehr über ein Land und dessen Bildungssystem lernen. Stipendien für das Auslandsstudium können von Freemovern – parallel zur Studienbewerbung – vorrangig bei externen Organisationen beantragt werden.

Die Wahl der ausländischen Hochschule – egal ob als Austauschstudent oder Freemover – hängt letztlich von mehreren Faktoren ab. Folgende Auswahlkriterien sind unter anderem relevant:

  • Qualität der Hochschule für Ihr Fachgebiet
  • Betreuungsumfang an der ausländischen Hochschule
  • Angebotene Lehrveranstaltungen
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Höhe der Kosten
  • Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten vor Ort

Für die Suche nach einer richtigen Universität sind neben der Übersicht zu den FAU-Austauschpartnern auch das Bookmarkverzeichnis des DAAD, die Übersichten über Hochschulen weltweit sowie der Higher Education World Atlas und Brain Track hilfsreich.

Während Ihres Studienaufenthaltes werden Sie in der Regel Vorlesungen und Seminare besuchen. Sie sollten also bereits vor der Abreise mit dem Kursangebot an der Gasthochschule vertraut werden, sich Gedanken über eine mögliche Anrechnung der Studienleistungen machen und diese Frage mit der Studienfachberatung Ihres Faches besprechen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Vorbereitung oder das Verfassen einer Studien- oder Abschlussarbeit. Dies setzt voraus, dass Sie sowohl an der Universität Erlangen-Nürnberg als auch an der Gastuniversität einen betreuenden Professor haben.

Austauschstudenten: Bitte kontaktieren Sie das Referat für Internationale Angelegenheiten für eine generelle Beratung und (wenn vorhanden) die Koordinatoren der einzelnen Austauschprogramme für die fachliche Beratung. Diese können Ihnen auch Auskunft über die Bewerberlage und das Auswahlverfahren geben. Erst wenn Sie für ein Austauschprogramm ausgewählt wurden, stellt der Koordinator oder das Referat für Internationale Angelegenheiten den Kontakt zur ausländischen Hochschule her und klärt die Bewerbungsmodalitäten.

Freemover: Bitte wenden Sie sich direkt an die gewählte Hochschule (Musteranfrage FreeMover). Der Begriff Free Mover ist hauptsächlich in Europa verbreitet. Im nichteuropäischen Raum sind eher die Begriffe "guest student", "visiting student" oder "non-graduate student" gängig. Wenn Sie sich gleichzeitig um ein Stipendium bewerben wollen, hilft Ihnen das Referat für Internationale Angelegenheiten bei dieser Frage gern weiter.

In der Regel werden bei der Bewerbung zum Auslandsstudium Nachweise über die Sprachkenntnisse des Gastlandes gefordert. Nicht zuletzt sind diese notwendig, um den Lehrveranstaltungen folgen zu können und sich im Alltag zurechtzufinden. Häufig testen die ausländischen Hochschulen die Sprachkenntnisse durch standardisierte Tests am Anfang des Studienjahres.

Auch bei der Bewerbung um ein Stipendium, z.B. des DAAD, müssen Sie Kenntnisse in der Landes- bzw. Unterrichtssprache nachweisen. Es empfiehlt sich daher, sich möglichst frühzeitig Sprachkenntnisse in der Landessprache anzueignen.

Wer noch nicht im Besitz der erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse ist, kann das breitgefächerte Angebot der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung am Sprachenzentrum der FAU in Anspruch nehmen, das regelmäßig Kurse in mehr als zwanzig modernen Fremdsprachen durchführt, zum Teil mit Angeboten von fachspezifischen Sprachkursen.

Im Sprach-Duo-Programm und im Buddy-Programm des Referates für Internationale Angelegenheiten haben Sie außerdem die Möglichkeit, schon vor einem Auslandsaufenthalt in Kontakt mit internationalen Studenten an der FAU zu kommen und die Fremdsprache zu üben.

Alternativ können Sie natürlich auch Sprachkurse anderer Anbieter wie der Volkshochschule oder dem Bildungsverein besuchen.

Außerdem existiert ein umfangreiches Angebot an Kursen an privaten Sprachschulen im In- und Ausland, das auf Plakaten und Auslagen im Sprachenzentrum zu finden ist.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die noch nicht ausreichenden Fremdsprachenkenntnisse durch Sommersprachkurse an einer ausländischen Hochschule zu vervollständigen. Im Allgemeinen stellt die DAAD-Seite eine große Hilfe dar.

Außerdem existiert ein umfangreiches Angebot an Kursen an privaten Sprachschulen im In- und Ausland, das auf Plakaten und Auslagen im Sprachenzentrum zu finden ist.

Der bekannteste Sprachtest für den anglo-amerikanischen Sprachraum ist der TOEFL (Test of English as a Foreign Language). Dieser ist in den USA unabdingbar, wird aber auch an allen anderen englischsprachigen Hochschulen anerkannt. Der Test ist gebührenpflichtig und kann regelmäßig in verschiedenen deutschen Städten (u.a. im FAU-Sprachenzentrum Nürnberg) absolviert werden. Vorbereitungskurse werden u.a. vom Deutsch-Amerikanischen Institut Nürnberg angeboten.

Alternativ zum TOEFL können je nach Zielland und Anforderungen der Hochschule auch der IELTS (International English Language Testing System) oder Cambridge Certificate of Advanced English abgelegt werden. Anmeldungen erfolgen beim British Council oder der University of Cambridge.

Soll der Auslandsaufenthalt im Ausland mit Hilfe eines DAAD-Stipendiums finanziert werden, ist es meist erforderlich, DAAD-Sprachzertifikat zu erwerben (Vorlage zum Download). Dieses kann ebenfalls im FAU-Sprachenzentrum erworben werden. Termine dafür mit muttersprachlichen Lektoren erhalten Sie im Sekretariat des Sprachenzentrums der FAU.

Weitere bekannte Sprachtests sind Diplôme d'Etudes en Langue Française (DELF) und Diplôme Approfondi de Langue Française (DALF) und Diploma de Español como Lengua Esranjera (D.E.L.E.).

Studierende, die im Rahmen ihres Studiums für ein oder zwei Semester ins Ausland gehen, können auf Antrag für das gewünschte Semester bzw. gleich für zwei aufeinander folgende Semester beurlaubt werden. Der Beurlaubungszeitraum muss innerhalb der Regelstudienzeit liegen. Der Auslandsaufenthalt darf kein integraler Bestandtteil des Studiums sein.

Die zuständige Stelle an der FAU ist die Studierendenverwaltung, die zu Ihrer Erleichterung die Beurlaubungsrichtlinien verfasst hat. Der Studentenwerksbeitrag ist nach wie vor zu entrichten. Die Antragsunterlagen sind Antragformular, Studienbuch, Zulassungs- bzw. Immatrikulationsbescheinigung der ausländischen Hochschule (letzteres kann bis zum jeweiligen Vorlesungsbeginn nachgereicht werden).

Im Ausland erbrachte Studienleistungen können auch dann auf das Studium an der FAU angerechnet werden, wenn sie während eines Urlaubssemesters erbracht wurden.

Richtlinien, Formulare und Anträge zur Beurlaubung finden Sie auf den Seiten der Studierendenverwaltung der FAU.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der finanzielle Gesamtaufwand im Ausland mindestens 20 Prozent höher als im Heimatland anzusetzen ist. Zwar liegen die Lebenshaltungskosten (Miete, Essen, Freizeit, etc.) zum Teil unter denen in Deutschland (bspw. in den Ländern Süd- und Osteuropas), dies wird jedoch häufig durch zusätzliche Ausgaben in anderen Bereichen ausgeglichen.

Die Höhe der Studiengebühren ist ein ausschlaggebender Faktor. Diese werden in den meisten Ländern der Europäischen Union und in osteuropäischen Ländern in unterschiedlicher Höhe erhoben. In den Ländern außerhalb der EU stellen die Studiengebühren sogar den größten Posten im Budget eines Auslandsaufenthaltes dar. Insbesondere in den USA und Kanada beträgt die Höhe der Studiengebühren (tuition fees) zwischen 5.000 und 14.000 Dollar pro Studienjahr (10 Monate) an einer staatlichen Universität. Private Universitäten sind noch teurer.

Keine Studiengebühren werden z.B. erhoben in Dänemark, Griechenland, Portugal und Schweden.

Einschreibgebühren in unterschiedlicher Höhe fallen fast immer an.

Weitere Kosten fallen für Visagebühren, Gebühren für die Zusendung von Bewerbungsunterlagen und für die Übersetzung von Zeugnisunterlagen, Anmeldegebühren bei den örtlichen Ausländerstellen, für Lernmaterialien, sowie ggf. für Versicherungsbeträge an. Nicht vergessen werden sollten zudem Kosten für Hin- und Rückflug.

DAAD Studiengebühren in Europa (11/2014)

DAAD Studiengebühren außerhalb Europas (11/2014)

 

Eine einfache Vollfinanzierung des Auslandsstudiums zu organisieren ist nur in seltenen Fällen möglich. Deswegen wird empfohlen, sich um eine Mischfinanzierung zu bemühen (Selbstersparnisse, Eltern, Stipendien, etc).

Bei der Teilnahme an einem FAU-Austauschprogramm fallen in den meisten Fällen die Studiengebühren weg, da ein Studiengebührenerlass oder zumindest eine Studiengebührenreduzierung vereinbart wurden. Dies ist z.B. bei den Programmen ERASMUSDirektaustausch-Zentral und CREPUQ der Fall.

Darüber hinaus existieren eine Reihe universitäts-interner Kooperationen, bei denen die Teilnahme am Programm sowohl den Studienplatz im Ausland und den Studiengebührenerlass, als auch ein Teilstipendium sichert. Diese Programme sind ERASMUS, ISAP sowie bei ausgewählten Partnerschaften auch Direktaustausch-Zentral.

Das Referat für Internationale Angelegenheiten (RIA) bzw. die International Offices der Fakultäten vergeben seit dem Wintersemester 2010/11 sogenannte PROMOS-Stipendien für Praxis- und Studienaufenthalte im Ausland.

Die Stipendienstelle der FAU vergibt ebenfalls Stipendien, z.B. die Stipendien aus dem Fonds Hochschule International zum Studium im Ausland.

Grundsätzlich finanzieren auch Stiftungen Auslandsaufenthalte während des Studiums. Häufig wird jedoch eine Aufnahme in die Förderung vorausgesetzt, noch bevor das Auslandsstudium in Sicht ist. Um nur einige davon zu nennen: Alexander von Humboldt Stiftung, Max-Kade-Foundation, Robert Bosch Stiftung GmbH, Studienstiftung des deutschen Volkes. Für Ihr selbständiges Recherche können Sie die Datenbanken des Bundesverbands deutscher Stiftungen sowie der Begabtenförderung im Hochschulbereich benutzen.

Zahlreiche externe Organisationen bieten leistungsorientierte Voll- oder Teilstipendien für Auslandsaufenthalte. Eine Auswahl dieser Organisationen finden Sie auf der Seite mit externen Stipendien.

Die bekannteste bedarfsorientierte Förderungsmöglichkeit ist das von der Bundesregierung gewährte Auslands-BAföG. Antragsberechtigt sind sowohl Inlands-BAföG-Empfehler als auch Studierende, die im Inland kein BAföG erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie beim zuständigen Auslands-BAföG-Amt sowie an diesen Stellen:

Studentenwerke
www.das-neue-bafoeg.de

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Auslandsaufenthaltes bietet das zinsgünstige Bildungskredit an. Antragsberechtigt sind alle deutschen Studierenden, die mindestens Vordiplom bestanden haben und max. im 12. Semester sind.

Um die Beschaffung der Unterkunft sollten Sie sich frühzeitig kümmern, da die Suche oft sehr zeitaufwändig ist und gerade in Studentenwohnheimen oft nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung steht.

Wenn Sie über Partnerschaften der FAU reisen, wird Ihnen die ausländische Partnerhochschule in der Regel Informationen für die Wohnungssuche zukommen lassen oder Ihnen sogar einen Platz im Wohnheim anbieten. Darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen - Eigeninitiative ist gefragt!

Das Spektrum der Unterkunftsmöglichkeiten entspricht dem, was auch hierzulande angeboten wird (Unterbringung in einer Familie, WG-Zimmer, Wohnheimplatz, eigene Wohnung etc.). Einige Unterschiede gibt es allerdings nicht nur bei den Preisen, sondern auch bei den Standards.

Je nach Land, Art und Dauer Ihres Aufenthaltes benötigen Sie ggf. ein Visum, eine Aufenthaltserlaubnis und/oder eine Arbeitserlaubnis.

Als Auslandsstudent reisen Sie nicht als Tourist ein - vereinfachte touristische Einreisebedingungen gelten für Studierende nicht. Auf keinen Fall sollten Sie die Beantragungszeit unterschätzen, die in manchen Fällen mehrere Monate beträgt. In einigen Ländern ist der Nachweis von Imfpungen bzw. der Nachweis eines HIV-Tests verpflichtend für die Einreise - auch hier sollte der Zeitfaktor nicht unterschätzt werden.

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen sind häufig nicht nur von Land zu Land recht unterschiedlich, sondern können sich auch in einem und demselben Land rasch ändern. Es empfiehlt sich, den aktuellen Stand der Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen über die Botschaften der entsprechenden Länder in Erfahrung zu bringen. Da die Hotlines der Botschaften oft recht teuer sind, sollte zuerst über das Internet recherchiert werden.

In allen EU-Staaten sowie Liechtenstein, Norwegen, Island und der Schweiz gilt seit 1. Januar 2006 die "European Health Insurance Card (EHIC)". Sie ersetzt unter anderem den Auslandskrankenschein (E 111), gilt aber (entgegen des bisherigen Auslandskrankenscheins) nur bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt (Urlaub, Arbeitnehmerentsendung, Arbeitssuche, Studium) und nur für notwendige medizinische Leistungen.

Eine EHIC erhalten Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung. Ob Sie bereits im Besitz einer EHIC sind, erkennen Sie an den EU-Sternchen auf der Rückseite ihrer normalen Krankenversicherungskarte. Sollten Sie privat versichert sein, sollten Sie auf jeden Fall Ihre Kasse konsultieren, welche Leistungen im europäischen Ausland übernommen werden.

Vor allem außerhalb der Europäischen Union wird der Abschluss einer Zusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung empfohlen.

Bitte achten Sie auch auf die Vorgaben der ausländischen Hochschule (in einigen Fällen müssen hochschuleigene Versicherungen abgeschlossen werden).

Auf jeden Fall ist es ratsam, vor Beginn der Reise eine Vorsorgeuntersuchung, z.B. beim Zahnarzt, machen zu lassen und den Hausarzt beim Zusammenstellen einer Reiseapotheke um Hilfe zu bitten.

Wer über den DAAD oder einem seiner Partner vermittelt und gefördert wird, kann sich im Rahmen eines Gruppenvertrages über den DAAD versichern lassen, der neben der Krankenversicherung auch Unfall-, Haftpflicht und Reisegepäckversicherung umfasst. Allerdings bieten auch andere Versicherungsunternehmen solche Kombi-Versicherungen für den Auslandsaufenthalt an.

Auch Studierende mit Behinderungen sind aufgefordert, das Referat für Internationale Angelegenheiten aufzusuchen und die Modalitäten eines Auslandsstudiums zu besprechen. Möglichkeiten und Programme gibt es viele!

Entscheidend für die Wahl des Gastlandes ist jedoch die Barrierefreiheit der Gastuniversität. Sind das Universitätsgebäude und das Wohnheim behindertengerecht ausgebaut? Gibt es Behinderbeauftragte? Gibt es Assistenzen für Studenten mit einer Sehbehinderung? Wie ist die medizinische Versorgung vor Ort? Wie ist die Nähe zu den Geschäften für den täglichen Gebrauch?

Die Universitäten haben meist diesbezügliche Informationen auf Ihrer Internetseite aufbereitet bzw. Ansprechpartner benannt, mit denen konkrete Frage detailiert besprochen werden können. Das Referat für Internationale Angelegenheiten (RIA) und der Behindertenbeauftragte der FAU unterstützen gern bei Ihrer Vorbereitung auf das Auslandsstudium!

Weitere gute Adressen sind:

Darüber hinaus sehen einige Studentenaustauschprogramme wie z.B. das ERASMUS-Programm grundsätzlich zusätzliche Förderungsmöglichkeiten für Studierende mit Behinderungen vor, die jedoch gesondert beantragt werden müssen. Das Referat für Internationale Angelegenheiten unterstützt sie gern bei der Antragstellung.

Alle Möglichkeiten zum Studium im Ausland, die auf unseren Internetseiten vorgestellt werden, richten sich auch an studierende Eltern. Selbstverständlich ist die rechtzeitige und umfassende Vorbereitung bei einem Auslandsaufenthalt mit Familie enorm wichtig. Fragen wie Unterkunft, Einkaufsmöglichkeiten, Esskultur oder öffentlicher Verkehr im Gastland, mit denen sich andere Studierende teilweise zweitrangig beschäftigen, gehören für studierende Eltern mit zu den wichtigsten Punkten, die bei der Wahl des Auslands-Studienortes berücksichtigt werden. Sowohl im Referat für Internationale Angelegenehiten als auch im Familienservice der Universität Erlangen-Nürnberg sind die Mitarbeiter bemüht, Sie bei der Verwirklichung Ihres Auslandsstudiums zu unterstützen.

Sie finden alle wichtige Informationen zu Organisation, Kosten, Versicherung, Wohnen, Kinderbetreuung und Familienpolitik diverser Länder sowie Erfahrungsberichte studierender Eltern, die den Schritt ins Ausland gewagt haben, auf der Seite www.auslandsstudium-mit-kind.de. Diese Internetseite, die unter der Schirmherrschaft der Robert Bosch Stiftung und des Centrums für Hochschulentwicklungsplanung (CHE) initiiert wurde, ist heute die wichtigste Adresse zum Thema Auslandsstudium mit Kind. Viele hilfreiche Tipps finden Sie auch unter http://www.studieren-mit-kind.org/auslandsstudium-mit-kind/

Darüber hinaus sehen einige Studentenaustauschprogramme wie z.B. das ERASMUS-Programm grundsätzlich zusätzliche Förderungsmöglichkeiten für studierende Eltern vor, die jedoch gesondert beantragt werden müssen. Das RIA unterstützt Sie gern bei der Antragstellung.

Eine weitere Förderungsmöglichkeit ist das Mawista-Stipendium für Auslandsstudium mit Kind.

Im Rahmen des ERASMUS-Programms hat eine FAU Studentin im akademischen Jahr 2012/13 einen Auslandsaufenthalt mit Kind realisiert und wichtige Tipps und Infos für andere Eltern in einem Blog sowie im Fernseh-Interview zusammengefasst.

Vivien Aehlig

  • Abteilung: L 2 Internationale Angelegenheiten
  • Adresse:
    Helmstr. 1, Eingang A (Einhornstrasse)
    Raum 1.018
    91054 Erlangen
  • Telefonnummer: +49 9131 85-65168
  • Faxnummer: +49 9131 85-65162
  • E-Mail: vivien.aehlig@fau.de


Antworten auf häufige Fragen zur Planung

In den alten 4- bis 5-jährigen Studiengängen (Magister Artium, Diplom, Staatsexamen) empfiehlt sich ein Auslandsstudienaufenthalt nach der Zwischenprüfung (Vordiplom), d.h. zu Beginn des Hauptstudiums. Für die neuen Studiengänge (Bachelor und Master) wird in der Regel ein Aufenthalt im jeweils vorletzten Semester (fünftes Bachelorsemester, drittes Mastersemester) empfohlen, der gegebenenfalls zum Abfassen der Abschlussarbeit im Ausland verlängert werden kann. Je nach Fachbereich kann jedoch ein anderer Zeitpunkt sinnvoller sein. Fragen Sie am besten im eigenen Fachbereich nach.

Natürlich dient ein Studienaufenthalt häufig der Vertiefung der Sprachkenntnisse. Allerdings müssen Sie im Interesse eines – auch in lebenspraktischen Dingen – erfolgreichen Auslandsaufenthalts schon im Vorfeld ausreichende Sprachkompetenz besitzen. In der Regel müssen gute fremdsprachliche Kenntnisse bereits bei der Bewerbung nachgewiesen werden. Die konkreten Anforderungen legen die jeweiligen Stipendien- bzw. Austauschprogramme sowie die Gasthochschulen fest.

Denken Sie bitte daran, rechtzeitig mit dem Spracherwerb zu beginnen und auch die Angebote des Sprachenzentrums zur Vertiefung der Landes- oder Lehrsprache des Gastlandes zu nutzen. Im Sprach-Duo-Programm und im Buddy-Programm des Referates für Internationale Angelegenheiten haben Sie außerdem die Möglichkeit, schon vor einem Auslandsaufenthalt in Kontakt mit internationalen Studenten an der FAU zu kommen und die Fremdsprache zu üben. Weiteres zu Sprachkenntnissen

Es ist nie zu spät dafür! Da die Bewerbungsfristen jedoch teilweise eineinhalb Jahre vor Beginn des Auslandsstudienaufenthalts liegen, sollten Sie sich schon zu Studienbeginn über die verschiedenen Möglichkeiten eines Auslandsstudienaufenthalts informieren. Bei frühzeitiger Planung haben Sie nicht nur die nötige Zeit, Zielland und Zielhochschule genau zu bestimmen, sondern sich auch um Finanzierungsmöglichkeiten zu bemühen und fremdsprachliche Defizite auszugleichen bzw. eine neue Sprache zu lernen.

Nützen Sie die Chance, Ihre Sprachkenntnisse durch Kurse am Sprachenzentrum der Universität zu verbessern oder fremdsprachliches Neuland zu betreten. Gerade Kenntnisse in weniger verbreiteten Sprachen (osteuropäische Sprachen, Chinesisch, Japanisch) erhöhen die Chance auf attraktive Studienplätze und Stipendien; sie sind auch wertvolle Zusatzqualifikationen bei späteren Bewerbungen. Mehr zu den in der Vorbereitungsphase zu beachtenden Punkten finden Sie hier, Punkt „Allgemeines zum Auslandsstudium“.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet auf seiner Homepage umfangreiche Informationen über Studienmöglichkeiten und Förderungsmöglichkeiten an. Ferner hat der DAAD im W. Bertelsmann-Verlag (Bielefeld) „Studienführer“ zu verschiedenen Ländern und Regionen herausgegeben. Diese sowie viele andere auslandsbezogene Medien können in der Infothek des Referats für Internationale Angelegenheiten eingesehen und ausgeliehen werden.

Über die Bestimmungen, Studienangebote und Fristen an den einzelnen Hochschulen informieren deren Homepages. Für die Suche nach einer richtigen Universität sind aber auch das Bookmarkverzeichnis des DAAD, die Übersichten über Hochschulen weltweit sowie der Higher Education World Atlas und Brain Track hilfreich. Besuchen Sie auch die regelmäßigen Informationsveranstaltungen des Referates für Internationale Angelegenheiten, die über die Studienmöglichkeiten verschiedener Länder informieren.

In der Regel ist eine „Vollfinanzierung“ über eine einzige Finanzierungsquelle selten möglich. In den meisten Fällen ist eine „Mischfinanzierung“ nötig. Um möglichst viele Möglichkeiten zu prüfen, empfiehlt es sich rechtzeitig mit der Vorbereitung anzufangen.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unterhält Kontakte zu ca. 500 Hochschulen in der ganzen Welt. Die Austauschprogramme, die einen Studienaufenthalt im Ausland vorsehen, sind ERASMUS, Direktaustausch (Zentral und Dezentral verwaltet), CREPUQ, ISAP u.a. Ausführliche Informationen zu allen Programmen (Länder, Hochschulen, Bewerbung, Leistungen) finden sich hier.

Ja! Sie können einen Auslandsaufenthalt aber auch individuell organisieren – und zwar an jeder Hochschule der Welt. In diesem Fall wären Sie als Freemover unterwegs. Die Variante des individuell organisierten Studienaufenthaltes im Ausland erfordert eigenständige Recherche und das Überwinden bürokratischer Hindernisse, bietet aber den Vorteil, dass Sie mehr über ein Land und dessen Bildungssystem lernen. Stipendien für das Auslandsstudium können von Freemovern – parallel zur Studienbewerbung – vorrangig bei externen Organisationen beantragt werden. Weitere Informationen.

Generell sieht die Teilnahme an Austauschpogrammen wie z.B. ERASMUS die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen vor. Allerdings ist dies sowohl bei Austauschprogrammen als auch bei selbständig organisierten Auslandsaufenthalte genau mit den Programmbeauftragten oder den für das jeweilige Fach zuständigen Fachvertretern vor Beginn des Studienaufenthalts abzusprechen.

Mehr zum Thema Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen

ERASMUS ist das wichtigste und umfangreichste Teilprogramm der Lifelong Learning Programme und „das“ europäische Studenten- und Dozentenaustauschprogramm. Neben den 27 alten und neuen EU-Staaten nehmen die EWR-Länder Island, Norwegen und Liechtenstein, die Türkei sowie die Schweiz teil. Das ERASMUS-Studium-Programm beruht auf bilateralen Abkommen zwischen europäischen Hochschulen, in denen für einzelne (!) Fächer die Rahmenbedingungen für den Studenten- und Dozentenaustausch festgelegt werden.

Im jeweiligen Vertrag ist die Anzahl der Austauschstudenten pro Studienjahr und die Dauer der Austauschsmonate vereinbart. Die Mindeststudienzeit muss drei Monate (= 90 Kalendertage) betragen, die Höchstdauer beträgt 12 Monate. In der Regel werden Verträge für 1 oder 2 Semester geschlossen.

Zu den Leistungen für die teilnehmenden Studenten gehören Erlass der Studiengebühren an der Partnerhochschule, Mobilitätszuschuss (ca. 120-180 € monatlich), einfaches Anmeldeverfahren, erleichterte Anerkennung der Studienleistungen, Betreuungsprogramm an den meisten Gasthochschulen. Eine Übersicht der ERASMUS-Partnerhochschulen der Universität Erlangen-Nürnberg finden Sie hier.
Neben einem ERASMUS-Studium können Sie auch ein ERASMUS-Praktikum absolvieren. Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie hier.

Die Interessenten bewerben sich bei den Programmbeauftragten in den einzelnen Fächern, die für die Auswahl der ERASMUS-Studenten und die Platzvergabe verantwortlich sind. Ausnahme – Studenten des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften bewerben sich im Büro für Internationale Beziehungen in Nürnberg. In der Regel werden die Plätze im Wintersemester für das folgende Studienjahr vergeben. Die jeweiligen Bewerbungsfristen werden von den Programmbeauftragten festgelegt. Eine Restplatzvergabe ist mitunter auch noch etwas später möglich.

Der Programmbeauftragte nominiert die ausgewählten ERASMUS-Studenten bei seinen Partnern. Danach müssen sich die Studenten selbständig an der Gasthochschule anmelden. Jede Universität hat eigene Anmeldeverfahren und feste Anmeldefristen. Meist finden sich die speziellen ERASMUS-Unterlagen zum Herunterladen auf der Website der Partnerhochschule. In der Regel erfolgt die Anmeldung online, in einzelnen Fällen erhalten die Austauschstudenten die Bewerbungsunterlagen direkt zugeschickt.

Die Auswahlkriterien unterscheiden sich von Fach zu Fach erheblich! Einige Programmbeauftragte verlangen richtige Bewerbungsdossiers, andere vergeben die Plätze nach Studienleistungen und manche wenden das „first-come, first-served-Prinzip“ an. Fragen Sie also direkt beim Programmbeaftragten Ihres Fachbereichs nach. Ein Prinzip gilt jedoch immer: Sie müssen ausreichende Kenntnisse der Unterrichtssprache nachweisen können.

Offiziell ist dies leider nicht möglich. Sollte es sich allerdings um verwandte Fächer in entsprechenden Fakultäten handeln, könnte eine „Fremdbewerbung“ durchaus Sinn machen. Fragen Sie also direkt beim Programmbeauftragten des gewünschten Faches nach. Allerdings wird keine Universität Medizinstudenten auf Plätzen der Politikwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaftler auf Plätzen der Elektrotechnik akzeptieren.

Da die Studiengebühren in den USA traditionell sehr hoch sind, sind die meisten USA-Bewerber auf ein Stipendium oder einen (Teil-)Erlass der Studiengebühren angewiesen. An der Universität Erlangen-Nürnberg unterhält der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften eigene Austauschprogramme mit US-Hochschulen. Zudem steht das vom Referat für Internationale Angelegenheiten zentral verwaltete Direktaustauschprogramm Studierenden auch anderer Fachbereiche offen.

Neben diesen Programmen vergibt der DAAD Jahresstipendien für die USA (und eine Vielzahl anderer Länder außerhalb Westeuropas). Sehr prestigeträchtige USA-Jahresstipendien schreibt jedes Jahr die Fulbright-Kommission aus. Bedenken Sie, dass die Fristen für eine Stipendienbewerbung für Länder wie USA meist eineinhalb Jahre vor Studienantritt liegen! Weitere gute Adresse für die USA sind unter anderem VDAC, Amerikahaus München, DAI Nürnberg.

Obwohl die Studiengebühren in Kanada niedriger als im Nachbarland USA sind, sind die meisten Bewerber auf ein Stipendium oder einen (Teil-)Erlass der Studiengebühren angewiesen. Die Universität Erlangen-Nürnberg bietet Studenten aller Fachrichtungen an, sich am CREPUQ-Austauschprogramm mit den Hochschulen der Provinz Québec zu beteiligen. Neben diesen Programmen vergibt der DAAD Jahresstipendien für Kanada (und eine Vielzahl anderer Länder außerhalb Westeuropas). Das Amerikahaus München bietet hilfreiche Informationen und Merkblätter zu Kanada (Visum, Studium, Sprachtests etc.).

Die Universität Erlangen-Nürnberg hat Partnerschaftskontakte mit einigen australischen Universitäten aufgebaut, die allerdings nur auf bestimmte Studiengänge begrenzt sind. Für Studenten aller Studiengänge bieten sich folgende Möglichkeiten an: DAAD-Stipendien für Australien und Neuseeland sowie Auslands-BAföG. Hervorragende und kostenlose Direktberatung und Betreuung bieten die Vertreterorganisationen der australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland an: Institut Ranke Heinemann und GOstralia!. Die acht renommiertesten Universitäten Australiens („Group of Eight“) unterhalten ein eigenes Informationszentrum.

Ja! Gerade an skandinavischen, finnischen und niederländischen Universitäten gibt es in der Regel ein reichhaltiges englischsprachiges Kursangebot. Neben dem ERASMUS-Programm ist es vor allem in Nordeuropa an vielen Universitäten (Ausnahme: die sehr begehrten großen schwedischen Unis Stockholm, Lund, Göteborg) möglich, als „visiting student“ ein oder zwei Semester studiengebührenfrei zu studieren. Mit Einschränkungen ist in Studiengängen wie Business Administration oder Medizin zu rechnen. Es macht auch durchaus Sinn, an osteuropäischen Hochschulen zu studieren.

In den meisten neuen EU-Staaten finden im Universitätsbereich grundlegende Reformen statt. Auch wer nicht die Landesprache beherrscht, findet an vielen Hochschulen ein spezielles englisch- zum Teil auch deutschsprachiges Kursangebot für internationale Studenten vor. Abgesehen von fachlichen Aspekten ist ein Studienaufenthalt in Polen, Tschechien, Ungarn oder Baltikum etc. sicher auch eine unvergessliche kulturelle Bereicherung. Dies gilt insbesondere für attraktive Metropolen wie Prag, Budapest, Krakau, Bratislava oder Riga, die von immer mehr Studenten aus Westeuropa und Nordamerika für einen study abroad-Aufenthalt gewählt werden.

Zudem darf nicht unterschätzt werden, dass inzwischen viele Personalchefs einen Studienaufenthalt in Osteuropa als Distinktionsmerkmal und Nachweis für kreative Neugierde und Mut zum Neuen schätzen. Um deutschen Studenten einen Studienaufenthalt in Osteuropa schmackhaft zu machen, gibt es viele Sonderprogramme mit höheren Stipendien als bei ERASMUS. Einige davon sind GoEast, Bayhost und GFP

Die International Student Identity Card (ISIC) ermöglicht eine Vielzahl von Vergünstigungen im Ausland. Sie erhalten den Studentenausweis gegen eine geringe Gebühr beim Studentenwerk (Erlangen, Langemarckplatz 4, Zimmer 021; Nürnberg, Andreij-Sacharow-Platz 1). Vorzulegen sind ein Foto, Studentenausweis und Personalausweis oder Reisepass.

Ja. Studierende können sich für ein Auslandsstudium für ein oder zwei Semester beurlauben lassen. Für Fragen der Beurlaubung ist die Studierendenverwaltung zuständig.