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Planung eines Studienaufenthalts

Studium im Ausland? Vorbereitung und Organisation

Bei einem Studium im Ausland lernen Sie das universitäre Leben in einem anderen Land kennen. Sie besuchen an Ihrer Gasthochschule Vorlesungen und Seminare und legen Prüfungen ab. Die im Ausland erbrachten Studienleistungen können Sie sich in vielen Fällen anerkennen lassen.

Bevor es losgeht, muss aber eine Menge erledigt und bedacht werden. Die Vorbereitungen eines Studienaufenthaltes im Ausland brauchen Zeit. Die wichtigsten Schritte der Planung und Organisation stellen wir Ihnen hier vor.

Beginnen Sie frühzeitig mit den Planungen Ihres Auslandsstudiums. Starten Sie Ihre Vorbereitungen am besten 12 Monate vor dem geplanten Beginn des Auslandsaufenthaltes.

Schritt für Schritt zum Auslandsstudium

Für einen Auslandsaufenthalt gibt es viele Gründe. Die Frage nach Ihrer persönlichen Motivation für den Auslandsaufenthalt sollte am Anfang aller Planungen stehen. Erst wenn Sie wissen, welche Erwartungen, Ziele und Wünsche, Sie mit Ihrem Auslandsaufenthalt verbinden, werden Sie sich in der Fülle der Möglichkeiten gut orientieren können.

Gründe für einen Studienaufenthalt im Ausland können sein:

  • fachliches Wissen erweitern
  • Interessenschwerpunkte vertiefen, die im Kursangebot der FAU nicht abgedeckt werden
  • von der Forschungsexpertise einer ausländischen Hochschule profitieren
  • sich durch einen Abschluss einer ausländischen Hochschule weiterqualifizieren
  • eine andere Lehr- und Lernkultur kennenlernen
  • durch Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland durch den Auslandsaufenthalt „keine Zeit verlieren“
  • Fremdsprachenkenntnisse verbessern
  • Kompetenz im Umgang mit anderen Kulturen entwickeln
  • etwas Neues erleben
  • sich einer Herausforderung stellen und an ihr wachsen

Für einen Studienaufenthalt im Ausland gibt es zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Teilstudium im Ausland während Ihres Studiums an der FAU, ohne Erwerb eines Abschlusses: Wenn Sie für ein oder zwei Semester im Ausland studieren, dann absolvieren Sie ein Teilstudium im Ausland. In diesem Fall bleiben Sie während des Auslandsaufenthaltes an der FAU immatrikuliert und werden an der ausländischen Hochschule als Austauschstudierender (exchange student) oder Gaststudierender (visiting student) eingeschrieben.

Sie können und sollen an der ausländischen Hochschule Studienleistungen erbringen und Prüfungen ablegen. Sie erwerben jedoch keinen Abschluss der ausländischen Hochschule (non-degree seeking student).

An der FAU bestehen mit zahlreichen Partnerhochschulen weltweit Kooperationsvereinbarungen, die Ihnen im Rahmen von Austauschprogrammen ein Teilstudium im Ausland ermöglichen.

Mit dem Austauschprogramm ERASMUS+ und den Direktaustausch-Programmen der FAU können Sie ein Teilstudium im Ausland von ein oder zwei Semestern Dauer absolvieren.

Möglichkeit 2: Vollstudium im Ausland mit Erwerb eines Abschlusses: In diesem Fall schreiben Sie sich für das reguläre Studium an einer ausländischen Hochschule ein und studieren dort mit dem Ziel, einen Abschluss zu erwerben. Ein Beispiel: Sie wechseln nach Ihrem Bachelorabschluss an der FAU an eine Hochschule in Schweden, um dort mehrere Semester zu studieren und einen Masterabschluss der schwedischen Hochschule zu erwerben.

Ein Vollstudium im Ausland müssen Sie selbständig organisieren. An der FAU gibt es kein Beratungsangebot für die Vorbereitung eines Vollstudiums im Ausland. Am besten beginnen Sie Ihre Recherchen auf den Webseiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Informieren Sie sich auch direkt bei Ihrer Wunschhochschule im Ausland über Studienangebot, Zulassungsbedingungen und Kosten (Studiengebühren).

Hilfe bei der Planung eines Vollstudiums im Ausland bieten auch die Bildungsvertretungen der Zielländer z.B. Education USA, Institut Ranke-Heinemann (Australien und Neuseeland) oder British Council (Großbritannien).

Eine besondere Form des Studiums im Ausland sind Studiengänge mit Doppelabschluss.

Die folgenden Punkte sollten Sie in Ihre Überlegungen bei der Auswahl des Ziellandes einbeziehen:

  • Hochschulsystem: Wie ist das Hochschul- und Bildungssystem im Land aufgebaut? Welche Hochschultypen gibt es? Wie ist die Qualität der Hochschulbildung?
  • Semesterzeiten: Das akademische Jahr ist in anderen Ländern anders organisiert als in Deutschland. Informieren Sie sich vorab genau über die Semesterzeiten in Ihrem Zielland.

Die Semesterzeiten einzelner Hochschulen können von den im Land üblichen abweichen. Recherchieren Sie am besten auf der Webseite Ihrer Zielhochschule; halten Sie Ausschau nach dem „Academic Calendar“.

  • Lehr- und Lernkultur: Wie sieht der Studienalltag aus? Welche Unterschiede zum Studium an der FAU sind zu erwarten (Alter der Kommilitonen, liberales oder eher starres Studiensystem, Verhältnis von Lehrenden und Studierenden)?
  • Sprache: In welcher Sprache wird unterrichtet? Verfügen Sie über ausreichend Sprachkenntnisse, um den Lehrveranstaltungen zu folgen, schriftliche und mündliche Aufgaben zu bearbeiten? Welcher Sprachnachweis ist notwendig?
  • Visabestimmungen: Welche Einreise- und Visabestimmungen gelten? Sind mit der Visabeantragung Kosten verbunden? Sind Schwierigkeiten zu erwarten? Informationen finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts (Informationen nur gültig für deutsche Staatsangehörige) und bei den Botschaften und Konsulaten des Ziellandes.
  • Kosten und Finanzierung: Werden Studiengebühren erhoben? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten? Welches Budget haben Sie zur Verfügung (eigene Mittel, Stipendien, Studiengebührenerlass im Rahmen von Austauschprogrammen der FAU)? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Situation im Land: Wie ist die politische, wirtschaftliche und soziale Situation im Land? Gibt es Sicherheitsfragen, die zu beachten sind? Was ist mit Blick auf die gesundheitliche Vorsorge (Impfungen) vor der Abreise und die medizinische Versorgung im Land zu berücksichtigen? Erste Informationen finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.
  • Kultur: Welche Besonderheiten kennzeichnen das Zusammenleben und den Alltag im Land? Inwiefern ticken die Menschen in Ihrem Zielland anders als in Deutschland? Es gibt zahlreiche Ratgeber, Reise- und Erfahrungsberichte, die über kulturelle Unterschiede informieren.

Der ideale Zeitpunkt eines Auslandsaufenthaltes hängt von der Art des Aufenthalts und von den Bedingungen in Ihrem Studiengang ab (Prüfungsfristen, verpflichtende Lehrveranstaltungen, Studienverlaufsplan) . In einigen Studiengängen ist auch ein ganz bestimmter Zeitraum als Mobilitätsfenster vorgesehen, in dem Auslandsaufenthalte erfolgen sollten.

Für ein Studium im Ausland sind prinzipiell die fortgeschrittenen Fachsemester geeignet, da Sie zu diesem Zeitpunkt bereits einen guten fachlichen Überblick haben:

  • Bachelor: ab dem 3. Fachsemester
  • Master: ab dem 2. Fachsemester
  • Studiengänge mit Staatsexamen: ab dem 4. Fachsemester

Ein Teilstudium im Ausland dauert in der Regel ein bis zwei Semester. In Doppelabschlussprogrammen kann die Auslandsstudienzeit auch mehr als ein Jahr betragen.

Bei der zeitlichen Planung müssen Sie auch überlegen, wie Sie den Wiedereinstieg in das Studium an der FAU gestalten. Können Sie nach Beendingung des Auslandsstudiums direkt an der FAU weiterstudieren? Entstehen aufgrund anders liegender Semesterzeiten im Ausland Zeiträume, die Sie bis zur Fortsetzung des Studiums an der FAU überbrücken müssen?

Bitten Sie Ihren Studienfachberater oder Ihre Studienfachberaterin bei der zeitlichen Planung um Rat.

Welche Sprachkenntnisse und welches Sprachzeugnis für Ihren Auslandsaufenthalt nötig sind, hängt von Ihrer Gasteinrichtung im Ausland ab. Für einen Studienaufenthalt im Ausland benötigen Sie prinzipiell ausreichende Kenntnisse der Unterrichtssprache, so dass Sie aktiv an den Lehrveranstaltungen teilnehmen können.

Um an einer ausländischen Hochschule zugelassen zu werden, müssen Sie auch belegen können, dass Sie ausreichende Sprachkenntnisse besitzen. In der Regel erfolgt der Nachweis durch Vorlage eines aktuellen Sprachzeugnis.

Gut vorbereitet auf einen Studienaufenthalt im Ausland sind Sie, wenn Sie die Zielsprache auf mindestens Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens beherrschen.

In vielen Fällen ist ein Studienaufenthalt im Ausland auch mit geringeren Kenntnissen der Zielsprache möglich. Über die erforderlichen Sprachkenntnisse und notwendigen Sprachzeugnisse informieren:

  • Programmkoordinator oder -koordinatorin (Austauschprogramme der FAU)
  • Stipendiengeber
  • ausländische Gasthochschule (bei selbstorganisierten Aufenthalten als Free Mover)

Wenn Sie sich für ein Austauschprogramm der FAU bewerben und bei der FAU-internen Bewerbung einen Sprachnachweis einreichen müssen, können Sie diesen in der Regel durch das Ablegen des „Mobilitätstest“ am FAU-Sprachenzentrum erbringen.

Weitere Informationen:

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der finanzielle Gesamtaufwand für einen Studienaufenthalt im Ausland höher ist als in Deutschland. Zwar sind die Lebenshaltungskosten (Miete, Essen, Freizeit) zum Teil niedriger als in Deutschland. Dafür entstehen bei einem Auslandsaufenthalt zusätzliche Kosten für Hin- und Rückreise, Visum oder Versicherungen. Sie sollten die Frage der Finanzierung von Anfang an in Ihren Planungen berücksichtigen.

Informationen zu den typischen Kosten eines Auslandsaufenthaltes und den häufigsten Finanzierungwegen finden Sie auf unserer Webseite. Informieren Sie sich vor allem, ob für Ihren Studienaufenthalt im Ausland Studiengebühren anfallen.

Auch wenn Sie davon ausgehen sollten, dass Sie einen Großteil der mit Ihrem Auslandsstudium verbundenen Kosten aus eigenen Mitteln bestreiten müssen, gibt es viele Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für einen Auslandsaufenthalt. Verschaffen Sie sich möglichst frühzeitig einen Überblick über Fördermöglichkeiten und planen Sie ausreichend Zeit für die Anfertigung von Stipendienbewerbungen ein.

Die Bewerbungsfristen für hoch dotierte Stipendien (z.B. Fulbright, DAAD-Jahresstipendium, Stiftungen) liegen oft bereits 18 Monate vor dem geplanten Beginn des Auslandsstudiums.

Die FAU kooperiert mit zahlreichen ausländischen Hochschulen. An vielen Partneruniversitäten können FAU-Studierende für ein oder zwei Semester einen Studienaufenthalt absolvieren.

Das Studium an einer FAU-Partnerhochschule bringt Vorteile:

  • meist Studiengebührenerlass
  • Beratung und Betreuung durch die FAU
  • vereinfachte Zulassung an der Partnerhochschule
  • Regelung der Anerkennung
  • Zugang zu Stipendienprogrammen

An welchen FAU-Partnerhochschulen im Ausland Sie studieren können, hängt von dem Studiengang ab, in dem Sie an der FAU immatrikuliert sind.

Es gibt nur wenige Partnerhochschulen, für die sich Studierende aller Fakultäten bewerben können. Für die meisten FAU-Partnerhochschulen können sich jeweils nur Studierende eines bestimmten Studiengangs oder einer Fakultät bewerben.

Sie sollten zunächst recherchieren, welche Austauschmöglichkeiten an der FAU für Studierende in Ihrem Studiengang bestehen.

Die Recherche gelingt in drei Schritten:

  1. „ERASMUS+“-Studium: Studienaufenthalte in Europa und Partnerländern
  2. Partneruniversitäten Ihrer Fakultät oder Ihres Studiengangs
  3. Direktaustausch für Studierende aller Fakultäten: Studienaufenthalte in Asien, Europa (nicht ERASMUS+), Kanada, Lateinamerika, USA

Über die fakultäts- und studiengangspezifischen Partneruniversitäten informiert Sie Ihre Fakultät:

In den meisten Fällen werden für Sie Studienmöglichkeiten an mehreren FAU-Partnerhochschulen bestehen.

Bei der Wahl Ihrer Gasthochschule im Ausland sind folgende Auswahlkriterien zu berücksichtigen:

  • Qualität der Hochschule für Ihr Fachgebiet
  • angebotene Lehrveranstaltungen
  • Unterrichtssprache
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Betreuungsumfang an der ausländischen Hochschule
  • Höhe der Kosten

Sie können sich parallel für mehrere Austauschprogramme der FAU bewerben.

Für die Austauschplätze zum Studium an FAU-Partnerhochschulen gibt es kein einheitliches Bewerbungsverfahren und auch keine einheitliche Bewerbungsfrist. Die Bewerbungsmodalitäten, Abgabefrist und -ort hängen davon ab, für welche Partneruniversität Sie sich bewerben. Informieren Sie sich rechtzeitig bei der für den Austausch mit Ihrer Wunschhochschule zuständigen Stelle.

Es gilt folgende Faustregel:

  1. „ERASMUS+“-Studium: Für einen Studienaufenthalt an einer ERASMUS-Partnerhochschule bewerben Sie sich bei dem zuständigen ERASMUS-Koordinator oder der ERASMUS-Koordinatorin im Fachbereich.
  2. Partneruniversitäten Ihrer Fakultät oder Ihres Studiengangs: Sie bewerben sich entweder beim International Office Ihrer Fakultät oder bei dem Lehrstuhl, der die Partnerschaft betreut.
  3. Direktaustausch für Studierende aller Fakultäten: Sie bewerben sich im Referat für Internationale Angelegenheiten.

Um einen Studienplatz an einer FAU-Partnerhochschule zu erhalten, durchlaufen Sie folgende Schritte:

  1. Sie bewerben sich fristgerecht bei der zuständigen Stelle an der FAU.
  2. Die für die Platzvergabe zuständige Auswahlkommission trifft die Entscheidung über die Vergabe der verfügbaren Austauschplätze.
  3. Wenn Sie im FAU-internen Bewerbungsverfahren für einen Studienplatz an einer FAU-Partnerhochschule ausgewählt wurden, erhalten Sie eine entsprechende Nachricht und können den Austauschplatz annehmen.
  4. Der Programmkoordinator oder die Programmkoordinatorin meldet der FAU-Partnerhochschule, dass Sie als Austauschstudierender von der FAU ausgewählt wurden (Nominierung).
  5. Sie müssen sich nun an der FAU-Partnerhochschule bewerben. Informationen und Hilfe hierzu erhalten Sie von Ihrer Programmkoordinatorin oder dem Programmkoordinator.
  6. Die ausländische Partnerhochschule prüft Ihre Bewerbung und entscheidet, ob Sie zum Studium zugelassen werden können. In der Regel ist die Entscheidung positiv und Sie erhalten einen Zulassungsbescheid.

Wenn Sie während Ihres Studiums an der FAU einen Studienaufenthalt im Ausland von ein oder zwei Semestern Dauer absolvieren, können Sie sich für die Zeit Ihres Auslandsaufenthaltes beurlauben lassen. Beurlaubung bedeutet, dass Ihr Studium an der FAU ruht. Während eines Urlaubssemesters können keine Studien- und Prüfungsleistungen (Ausnahme: Wiederholung nicht bestandener Prüfungen) an der FAU erbracht werden.

Ein Urlaubssemester zählt nicht als Fachsemester.

Ein Beispiel: Sie absolvieren in Ihrem 5. Fachsemester ein Auslandsstudium in Frankreich und lassen sich für dieses Semester beurlauben. Bei Ihrer Rückkehr an die FAU setzen Sie Ihr Studium dann aufgrund der Beurlaubung im 5. Fachsemester fort. Eine Beurlaubung zum Auslandsstudium bringt also den Vorteil, dass Sie durch den Auslandsaufenthalt bei der Fortsetzung Ihres Studiums an der FAU nicht in Zeitnot geraten (Regelstudienzeit).

Während eines Urlaubssemesters sind Sie nach wie vor an der FAU immatrikuliert. Denken Sie daher unbedingt an die fristgemäße Rückmeldung und die Zahlung des Semesterbeitrags.

Der Beurlaubungszeitraum muss innerhalb der Regelstudienzeit liegen und der Auslandsaufenthalt darf kein integraler Bestandteil des Studiums sein. Alle Fragen zur Beurlaubung beantwortet die Studierendenverwaltung der FAU.

Auch wenn Sie während Ihres Studienaufenthalts im Ausland an der FAU beurlaubt sind, können und sollen Sie im Ausland Studienleistungen erbringen und sich diese nach Ihrer Rückkehr an die FAU anerkennen lassen.

Die Frage nach der Unterkunft im Ausland stellt sich erst, wenn Sie wissen, an welcher ausländischen Hochschule Sie Ihren Studienaufenthalt absolvieren. Sobald dies klar ist, sollten Sie mit der Recherche von Unterkunftsmöglichkeiten beginnen. Ihre Unterkunft im Ausland müssen Sie selbständig und in Eigenverantwortung organisieren.

Wenn Sie an einer FAU-Partnerhochschule studieren, erhalten Sie Informationen zur Wohnungssuche in der Regel direkt von Ihrer Gasthochschule. In vielen Fällen besteht an FAU-Partnerhochschulen die Möglichkeit, sich für einen Platz in studentischen Wohnheimen zu bewerben. Bitte beachten Sie, dass in den Wohnheimen jedoch oft nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht. Eine Unterbringung im Wohnheim der ausländischen Gasthochschule ist nicht garantiert.

Planen Sie für die Wohnungssuche ausreichend Zeit ein und informieren Sie sich über Unterkunftsmöglichkeiten:

  • Unterbringung in studentischen Wohnheimen
  • Wohnen in einer WG
  • Unterbringung bei einer Gastfamilie
  • Anmietung einer eigenen Wohnung
  • kurzzeitige Wohnmöglichkeiten (z.B. Hostel)

Allgemeine Hinweise und hilfreiche Links für die Wohnungssuche im Ausland bieten die Länderinformationen des DAAD. Informationen können Sie auch auf der Webseite Ihrer ausländischen Gasthochschule recherchieren.

Je nach Ziel gestaltet sich die Suche nach einer Unterkunft im Ausland schwierig oder leicht. In Städten mit generell schwierigem Wohnungsmarkt ist die Suche nach einer Unterkunft auch für Studierende eine Herausforderung. Um gut vorbereitet in die Wohnungssuche zu starten, sollten Sie sich rechtzeitig einen Überblick verschaffen:

  • gängige studentische Wohnformen im Zielland
  • Situation auf dem Wohnungsmarkt
  • Mietpreisniveau (Höhe des notwendigen Budgets für die Miete)
  • länderspezifische Besonderheiten beim Mieten (Vertragslaufzeiten, wöchentliche oder monatliche Zahlung der Miete)
  • länderspezifische Besonderheiten bei der Ausstattung und den Wohnstandards

Je nach Zielland, Art und Dauer Ihres Studienaufenthaltes im Ausland benötigen Sie möglicherweise ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis.

Bei einem Auslandsaufenthalt zum Zweck des Studiums reisen Sie nicht als Tourist in Ihr Zielland! Die vereinfachten touristischen Einreisebedingungen gelten nicht.

Sie müssen sich daher rechtzeitig über die in Ihrem Fall geltenden Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen informieren. Informationen zu Einreisebestimmungen erhalten Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts (Informationen nur gültig für deutsche Staatsangehörige) und bei den Botschaften und Konsulaten Ihres Ziellandes.

Planen Sie ausreichend Zeit für die Visumsbeantragung ein. In einigen Ländern ist der Nachweis bestimmter Impfungen und Gesundheitszertifikate verpflichtend für die Einreise; auch hier sollte der Zeitfaktor nicht unterschätzt werden.

Denken Sie bei den Vorbereitungen Ihres Auslandsaufenthaltes unbedingt an ausreichenden Versicherungsschutz im Ausland. Prüfen Sie besonders folgende Bereiche:

  • Krankenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Haftpflichtversicherung

In allen EU-Staaten sowie Liechtenstein, Norwegen, Island und der Schweiz gilt seit 1. Januar 2006 die „European Health Insurance Card (EHIC)“. Sie ersetzt unter anderem den Auslandskrankenschein (E 111), gilt aber (entgegen des bisherigen Auslandskrankenscheins) nur bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt (Urlaub, Arbeitnehmerentsendung, Arbeitssuche, Studium) und nur für notwendige medizinische Leistungen.

Eine EHIC erhalten Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung. Ob Sie bereits im Besitz einer EHIC sind, erkennen Sie an den EU-Sternchen auf der Rückseite Ihrer Krankenversicherungskarte. Sollten Sie privat versichert sein, erkundigen Sie sich bei Ihrer Kasse, welche Leistungen im europäischen Ausland übernommen werden.

Zusätzliche Krankenversicherung

Für Auslandsaufenthalte außerhalb der Europäischen Union ist oft der Abschluss einer Zusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung empfehlenswert. Bitte beachten Sie hierbei auch die Vorgaben Ihrer ausländischen Gasthochschule. In einigen Fällen müssen hochschuleigene Versicherungen abgeschlossen werden.

Wer über den DAAD oder einen seiner Partner vermittelt und gefördert wird, kann sich im Rahmen eines Gruppenvertrages über den DAAD versichern lassen, der neben der Krankenversicherung auch Unfall-, Haftpflicht- und Reisegepäckversicherung umfasst. Allerdings bieten auch andere Versicherungsunternehmen solche Kombi-Versicherungen für den Auslandsaufenthalt an.

In allen Versicherungsfragen sollten Sie auch die Vorgaben Ihrer ausländischen Gasthochschule berücksichtigen.

Nehmen Sie vor Ihrer Abreise aus Deutschland Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Zahnarzt) vor und lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beim Zusammenstellen einer Reiseapotheke beraten.

In Vorbereitung auf einen Studienaufenthalt im Ausland sind nicht nur viele Dinge im Zielland zu organisieren. Es gibt auch einiges in Deutschland zu regeln. Denken Sie vor allem an folgende Fragen:

  • Wohnung in Deutschland kündigen oder vermieten
  • Verträge (Nebenjob, Zeitschriftenabo, Handyvertrag)
  • Kontaktdaten im Ausland bei Familie und Freunden hinterlegen
  • Kopien von wichtigen Dokumenten und eventuell Vollmachten bei einer Vertrauensperson hinterlassen
  • Koffer packen
  • Abschied feiern

Zimmer frei? Wenn Ihr Zimmer in Erlangen, Nürnberg oder Umgebung während Ihres Auslandsaufenthalts frei bleibt und Sie sich einen internationalen Austauschstudierenden als Mieter wünschen, wenden Sie sich an den Wohnservice des Referats für Internationale Angelegenheiten.

Auslandsstudium mit Behinderung

Für Studierende mit Behinderung, die einen Auslandsaufenthalt planen, sind in der Vorbereitungsphase neben den oben erläuterten Themen weitere Fragen wichtig. Diese können sein:

  • Ist die Gastuniversität im Ausland barrierefrei?
  • Sind das Universitätsgebäude und das Wohnheim behindertengerecht ausgebaut?
  • Gibt es Behinderbeauftragte an der Gasthochschule?
  • Gibt es Assistenzen für Studierende mit einer Sehbehinderung?
  • Wie ist die medizinische Versorgung vor Ort?
  • Sind die Geschäfte des täglichen Bedarfs gut zu erreichen?

Informationen finden Sie auf den Webseiten Ihrer Gasteinrichtung im Ausland. Dort finden Sie auch den Kontakt zu dem Ansprechpartner, mit dem Sie die konkreten Details Ihres Aufenthaltes besprechen können. An der FAU unterstützen Sie das Referat für Internationale Angelegenheiten (RIA) und der Behindertenbeauftragte der FAU bei Ihrer Vorbereitung auf das Auslandsstudium.

Das Referat für Internationale Angelegenheiten berät Sie auch zu zusätzlichen Fördermöglichkeiten, die für Studierende mit Behinderungen z.B. im Rahmen des ERASMUS-Programms bestehen. Zusätzliche Fördermittel müssen gesondert beantragt werden. Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

Auslandsstudium mit Kind

Alle Möglichkeiten zum Auslandsaufenthalt während des Studiums richten sich auch an studierende Eltern. Selbstverständlich stellen sich bei einem Auslandsaufenthalt mit Familie neben den oben erläuterten Themen weitere wichtige Fragen. Diese können sein:

  • Gibt es familiengerechte Unterkunftsmöglichkeiten?
  • Bestehen Möglichkeiten zur Kinderbetreuung?
  • Wie kann der Schulbesuch geregelt werden (bei schulpflichtigen Kindern)?
  • Sind alle notwendigen Produkte (Brei, Milchpulver) im Ausland erhältlich?
  • Welche Dokumente (Kinderreisepass) sind für das Kind nötig?
  • Was ist mit Blick auf den Bezug staatlicher Leistungen (Kindergeld, Elterngeld) zu beachten?

Das Referat für Internationale Angelegenheiten und der Familienservice der FAU unterstützen Sie bei den Vorbereitungen eines Auslandsaufenthaltes.

Das Referat für Internationale Angelegenheiten berät Sie auch zu zusätzlichen Fördermöglichkeiten, die für studierende Eltern z.B. im Rahmen des ERASMUS-Programms bestehen. Zusätzliche Fördermittel müssen gesondert beantragt werden. Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

Alle wichtigen Informationen zu Organisation, Kosten, Versicherung, Wohnen, Kinderbetreuung und Familienpolitik verschiedener Länder und Erfahrungsberichte studierender Eltern, die den Schritt ins Ausland gewagt haben, finden Sie auf der Webseite „Auslandsstudium mit Kind“. Diese Seite ist unter der Schirmherrschaft der Robert Bosch-Stiftung und des Centrums für Hochschulentwicklungsplanung (CHE) entstanden und ist die wichtigste Adresse zum Thema Auslandsstudium mit Kind.

Im Rahmen des ERASMUS-Programms hat eine FAU-Studentin im akademischen Jahr 2012/13 einen Auslandsaufenthalt mit Kind realisiert und wichtige Tipps und Informationen für andere Eltern in einem Blog sowie im Fernseh-Interview festgehalten.