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Fördermöglichkeiten für Praktika und Abschlussarbeiten

Fördermöglichkeiten für Praktika und Abschlussarbeiten

Im Idealfall erhalten Sie für Ihr Praktikum oder die Anfertigung Ihrer Abschlussarbeit im Ausland eine Vergütung oder Aufwandsentschädigung, die die Kosten Ihres Auslandsaufenthaltes (teilweise) deckt. Sie sollten sich in jedem Fall bei Ihrem Arbeitgeber nach Möglichkeiten finanzieller Unterstützung erkundigen und diese auch im Praktikumsvertrag dokumentieren.

Einige weitere Fördermöglichkeiten für Ihren Praxisaufenthalt oder für Ihre Abschlussarbeit im Ausland möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Fördermöglichkeiten, für die Sie sich an der FAU bewerben können

Die FAU Erlangen-Nürnberg kann Ihnen leider keinen Praktikumsplatz im Ausland vermitteln. Sie müssen Ihr Auslandspraktikum selbständig organisieren. Sie können sich an der FAU aber für finanzielle Unterstützung für Ihr Auslandsvorhaben bewerben.

Das größte Förderprogramm für Praxisaufenthalte in Europa ist ERASMUS+ Praxisaufenthalt.

Es können sich alle regulär an der FAU eingeschriebenen Studierenden bewerben. Ein Praxisaufenthalt kann auch nach Abschluss des Studiums an der FAU gefördert werden, wenn die Bewerbung im letzten Studiensemester eingereicht wird.

Für Praxisaufenthalte außerhalb des ERASMUS-Raumes und Abschlussarbeiten weltweit können Sie sich möglicherweise für ein DAAD-PROMOS-Stipendium Ihrer Fakultät bewerben. Bitte beachten Sie die jeweilige Ausschreibung. Nicht alle Fakultäten fördern mit den PROMOS-Stipendien alle Aufenthaltsarten. Für die PROMOS-Stipendien ihrer Fakultät können sich alle regulär an der FAU eingeschriebenen Studierenden bewerben.

Studierende des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften können für Praktika oder Abschlussarbeiten im Ausland kein PROMOS-Stipendium erhalten, da die PROMOS-Stipendien des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften nur an Studierende vergeben werden, die an ausgewählten Partneruniversitäten einen Studienaufenthalt absolvieren.

Die Ilse und Dr. Alexander Mayer-Stiftung vergibt jedes Jahr Reisekostenstipendien für Gastaufenthalte an FAU-Partnerhochschulen außerhalb Europas. Auch Praxisaufenthalte oder Aufenthalte zur Anfertigung der Abschlussarbeit können gefördert werden, wenn sie an einer FAU-Partnerhochschule außerhalb Europas absolviert werden. Voraussetzung für eine Förderung ist die deutsche Staatsangehörigkeit (vorzugsweise Geburtsort in Franken).

Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vergibt die Universität Erlangen-Nürnberg jedes Jahr Reisekostenstipendien an qualifizierte Studierende aller Nationalitäten für Auslandsaufenthalte weltweit. Gefördert werden können auch studienrelevante Praxisaufenthalte und Aufenthalte zur Anfertigung der Abschlussarbeit.

Fördermöglichkeiten von Trägern außerhalb der FAU (Auswahl)

Externe Träger wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), Vereine oder Stiftungen bieten vielfältige Fördermöglichkeiten für Praxisaufenthalte und Abschlussarbeiten im Ausland. Häufig werden Stipendien im Rahmen strukturierter Programme vergeben, in denen Praktikumsvermittlung und Stipendium verbunden sind. Oft werden Stipendien auch nur für sehr spezifische Auslandsvorhaben vergeben, zum Beispiel für Abschlussarbeiten mit einer bestimmten thematischen Ausrichtung. Hier stellen wir Ihnen einige Beispiele vor.

Die Bayerischen Hochschulzentren unterstützen und beraten die bayerischen Hochschulen bei der Anbahnung neuer wissenschaftlicher Kooperationen und internationaler Forschungsprojekte in bestimmten Zielregionen. Studierenden bieten sie auch Fördermöglichkeiten für Praktika und Abschlussarbeiten in China, Frankreich, Indien, Lateinamerika und dem östlichen Europa.

Das ASA-Programm bietet Projektpraktika in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeit. Die Projektpraktika finden in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas statt. Alle Programmteilnehmenden erhalten ein Stipendium.

Das Vulcanus-Programm ermöglicht Studierenden der Natur- oder Ingenieurwissenschaften ein Industriepraktikum in Japan zu absolvieren. Im Rahmen des Programms wird ein Stipendium für den Auslandsaufenthalt in Japan gewährt.

Das Heinz Nixdorf Programm richtet sich an junge deutsche Berufstätige, Absolventinnen und Absolventen kaufmännischer und technischer Fachrichtungen. Das Programm unterstützt Teilnehmende bei der Suche nach einer Praktikumsstelle in ausgewählten Zielländern Asiens und gewährt ihnen ein Stipendium.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk fördert fachbezogene Praktika in Frankreich, die Bestandteil des Studiengangs an der Heimathochschule sind.

Die Bayer-Stiftungen betreiben im Rahmen ihres International Fellowship Program mehrere Stipendienprogramme für Auslandsaufenthalte. Gefördert werden sowohl Studien- als auch Praxisprojekte weltweit.

Derzeit gibt es vier Förderprogramme:

  • Otto-Bayer-Stipendium
  • Carl-Duisburg-Stipendium
  • Jeff-Schell-Stipendium
  • Kurt-Hansen-Stipendium

Die Heinrich J. Klein Foundation vergibt an Graduierte Stipendien zur Durchführung eines Auslandsaufenthaltes, der der wissenschaftlichen Qualifikation dient. Dies kann zum Beispiel ein Forschungsaufenthalt im Rahmen einer Abschlussarbeit sein.

Die Prof. Dr.-Ing. Erich Müller-Stiftung vergibt Stipendien an begabte Studierende der Ingenieurwissenschaften und der ihnen nahestehenden Naturwissenschaften, die ihre Masterarbeit im Ausland anfertigen.

Die Ernest-Solvay-Stiftung bietet Fördermöglichkeiten für Studierende des Chemie- und Bioingenieurwesens, die ihre Abschlussarbeit im Ausland schreiben möchten.

Studierende, die eine Abschlussarbeit zu einem Thema schreiben, das die deutsch-tschechisch-slowakischen Beziehungen oder die tschechische und slowakische Geschichte behandelt, können sich bei der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission für ein Stipendium für einen Forschungsaufenthalt bewerben.

Die Gesellschaft für Kanada-Studien vergibt jedes Jahr Reisestipendien an Studierende, die in ihrer Abschlussarbeit ein kanadaspezifisches Thema behandeln. Gefördert werden Studien- und Forschungsaufenthalte in Kanada.

Weiterhin vergibt die Gesellschaft den Jürgen Saße-Förderpreis für Abschlussarbeiten zu den „First Nations“ Kanadas.

Studierende bayerischer Hochschulen können sich bei der wissenschatlichen Koordinierungsstelle Bayern-Québec für das Stipendium des Bayerischen Ministerpräsidenten bewerben, wenn sie eine Abschlussarbeit über ein Thema mit wesentlichem Bezug zu Québec verfassen.